Nachrichten
Winterpause
Vom 19.Dezember bis 4. Februar ist das Haus im Moor geschlossen. In dringen Fällen sind die Mitarbeiter unter 0151/11679128 zu erreichen.
Das ganze Team des Naturschutz- und Informationszentrum Goldenstedter Moor wünscht unseren Besuchern und Gästen eine schöne Weihnachtszeit und freuen uns auf Ihren Besuch im nächsten Jahr.
Großes Interesse an Kranichen
Viele Kraniche im Goldenstedter Moor lockten viele Besucher zu den Veranstaltungen in das Naturschutz- und Informationszentrum NIZ Goldenstedt.
Neben Wanderungen durch das Goldenstedter Moor, bei denen der Abendeinflug der „Vögel des Glücks“ beobachtet werden konnte, war in diesem Jahr der Naturfotograf Willi Rolfes vor Ort um mit faszinierenden Bildern sein Buch „Kranich – Ein Vogel im Aufwind“ vorzustellen.
Da immer mehr Besucher ihr Interesse an diesen imponierenden Vögeln zeigen, will das Haus im Moor im nächsten Jahr schon ab Mitte Oktober Veranstaltungen in gleicher Form anbieten.
Bauern- und Gartenmarkt gut besucht
Bei sonnigem aber kaltem Wetter kamen am 9. Oktober viele Besucher zum ersten Bauern – und Gartenmarkt im NIZ.
Die Veranstalter des Marktes, die Ländliche Erwachsenenbildung LEB und der Förderverein Goldenstedter Moor zeigten sich mit der Veranstaltung sehr zufrieden. Für Annette Kraimer (LEB) steht fest: der Bauern- und Gartenmarkt wird ab jetzt im jährlichen Wechsel mit dem traditionellen Apfeltag am zweiten Sonntag im Oktober stattfinden. Auf dem Gelände des NIZ könnten dann noch mehr als die in diesem Jahr anwesenden 30 Anbieter und Aussteller Platz finden.
Feldbahnrallye voller Erfolg
Die zweite Feldbahnrallye in der Diepholzer Moorniederung fand am 24. und 25. September statt.
Die erste Station war dieses Mal am Samstag in Diepenau-Essern eine Tour durch das Uchter Moor. Am Nachmittag ging es weiter zum Moorbahnhof nach Wagenfeld-Ströhen, von wo aus mit Kaffee und Kuchen gestärkt, die Fahrt ins Neustädter Moor führte. In Freistatt fand die Nachtfahrt statt, der sich dann die Feldbahnfahrer-Party anschloss.
Am Sonntag traf man sich vormittags in Barnstorf auf dem Gelände des Umwelt- und Erlebniszentrums, wo zeitgleich die Barnstorfer „Fachmesse für nachhaltiges Bauen & Wohnen“ stattfand.
Nach dem Mittagessen ging es dann weiter zum letzten Treffpunk in diesem Jahr, dem Naturschutz- und Informationszentrum NIZ im Goldenstedter Moor. Nach einer 3,5 km langen Fahrt durch das Goldenstedter Moor fand dort im Haus im Moor um 15.00 Uhr auch die Siegerehrung statt. Per Losentscheid, „da man auf den Gleisen so schlecht überholen kann“ so der Goldenstedter Bürgermeister Willibald Meyer, wurden Reinhard und Achim Leupold aus Rheine geehrt.
Gleichzeitig wurden dort auch die Gewinner der Aktion „Tobi, der Torfballen“ ermittelt. Man kam überein, sich in 2 Jahren im September an den 5 Standorten zur 3. Rallye wieder zu treffen.
Teilnehmerrekord bei Moormarathon
Der neunte Moormarathon, der am 28. August 2011 im Goldenstedter Moor stattgefunden hat, erreichte einen Rekord: Mehr als 700 Läufer nahmen Teil und liefen über die unterschiedlichen Distanzen.
Der Diepholzer Landrat Gerd Stötzel erklärte, der Moormarathon sei „eine nicht mehr wegzudenkenden Attraktion“. Er selbst werde auch nach dem Ausscheiden aus seinem Amt im nächsten Jahr zum 20-jährigen Bestehen des NIZ dabei sein.
Bei optimalem Laufwetter waren zum ersten Mal auch zwei Vierbeiner mit am Start. Das Paar Dorothe Wolf und Andree Morth war in Begleitung ihrer Hunde Ylvi und Fjelline mit dabei.
Bei den Zweibeinern schafften es über die Marathondistanz Stefan Beckmann vom TV Borken (3:09:45), Ralf Lange vom Homberger TV (3:16:09) und Holger Sigl vom MTV Aurich (3:16:40) auf das Siedertreppchen. Wie auch Ute Deters vom TuS Eversten (3:26:56), Gudrun Bärmann vom Homberger TV (3:38:02) und Dorothe Wolf von Wintershall/WINGAS (3:58:28).
Der nächste Moormarathon findet statt am 26. August 2012. Nähere Informationen gibt es unter www.moormarathon.de.
Moormarathon am 28. August
Attraktive Laufstrecken im Moor – erstmalig auch tierischer Starter
Die Vorbereitung für den diesjährigen Moormarathon im Großen Moor zwischen den Gemeinden Goldenstedt und Barnstorf laufen auf Hochtouren. Das Vorbereitungsteam unter der Leitung der LEB Goldenstedt traf sich in der vergangenen Woche im Haus im Moor, um die organisatorischen Einzelheiten zu besprechen. Als außergewöhnlich wurde die Anmeldung von Dorothe Wolf gewertet, die erstmalig in Goldenstedt mit ihrem Hund auf der Marathonstrecke starten wird. Der außergewöhnliche Starter erhält natürlich auch eine eigene Startnummer - läuft allerdings außer Konkurrenz.
Der Moormarathon, dessen Start am Sonntag, den 28. August um 9 Uhr beim Haus im Moor in Arkeburg erfolgt, wird nach den gültigen Bestimmungen des DLV und NLV durchgeführt. Startberechtigt ist jeder, eine Vereinszugehörigkeit ist nicht erforderlich. Seit dem Silvesterlauf in Mühlen werden bei allen Laufveranstaltungen in der Region die Flyer für den Moormarathon verteilt.
Neben dem Marathon und Halbmarathon können auch Strecken von 13 bzw. 6,5 km Länge gelaufen werden. Zudem gibt es Bambini- und Schülerläufe. Außerdem können Walker verschiedene Strecken (13 und 6,5 km) durchs Moor zurücklegen.
Alle Teilnehmer/innen erhalten nach dem Zieleinlauf einen Lauftaler. Die Urkunde als Leistungsbestätigung wird schnellstmöglich am Veranstaltungstag ausgegeben. Zudem werden die Sieger der Plätze 1 bis 3 aller Läufe (Männer und Frauen) sowie die Sieger der Altersklassen des Marathons und Halbmarathons geehrt. Schulklassen mit den meisten Teilnehmern erhalten Sonderpreise. Nähere Informationen sind erhältlich unter www.moormarathon.de.
Die Veranstalter des Moormarathons sind der Förderverein Goldenstedter Moor, die LEB Goldenstedt, die Gemeinde Goldenstedt, die Samtgemeinde Barnstorf, das Barnstorfer Umwelt- und Erlebniszentrum, der TuS Frisia Goldenstedt, der MTV Jahn Barnstorf und der TSV Drebber. Unterstützt wird die Veranstaltung durch die Feuerwehren Goldenstedt und Lutten, zahlreiche Sponsoren und ehrenamtliche Helfer.
Aquarelle im Haus im Moor
Ab dem 3. Juni (Sonntag) zeigt das Naturschutz- und Informationszentrum Goldenstedt (NIZ) Aquarelle der Künstlerin Rita Bahrs aus Visbek.
Seit frühester Jugend hat sich Frau Bahrs der Malerei gewidmet und schon etliche Ausstellungen im Raum Oldenburg und Vechta durchgeführt. Wer sich an eindrucksvollen Bildern erfreuen möchte, ist herzlich eingeladen, das Haus im Moor zu besuchen.
In den Monaten Juli und August besteht die Möglichkeit im Anschluss an die jeweils täglich um 15.00 Uhr stattfindende Moorbahnfahrt die Ausstellung zu betrachten. An den Wochenenden ist das Haus im Moor samstags von 13 Uhr bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Großer Garten- und Pflanzenmarkt im NIZ
Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr, findet am 17. April wieder der große Garten- und Pflanzenmarkt beim Naturschutz- und Informationszentrum (NIZ) im Goldenstedter Moor statt. Es handelt sich dabei um einen Flohmarkt, bei dem sowohl private als auch kommerzielle Anbieter Verkaufsstände nutzen können.
Auf dem Markt kann von 11 bis 17 Uhr alles gehandelt werden, was man für den Garten, die Terrasse oder den Balkon braucht, beispielsweise Pflanzen, Dekorationen und Geräte.
Die Obstwiese beim Haus im Moor lädt mit ihrer vollen Blütenpracht die Besucher zu einem Sinneserlebnis der besonderen Art ein und vermittelt Wissenswertes zu den vielfältigen Obstsorten. Die Besucher erhalten Anregungen für den eigenen Garten, den Balkon oder die Terrasse. So ist unter anderem eine Kräuterspirale zu sehen, oder man kann einen Gang über den angelegten Barfußpfad wagen
Das Café im Haus im Moor, Aussteller und Vereine kümmern sich um die Verpflegung der Besucher. Außerdem ist für ein interessantes Rahmenprogramm gesorgt.
Wer Interesse an einem Stand hat, meldet sich bitte unter der Telefonnummer 04444-2760 an. Es werden keine Standgebühren erhoben, weder von privaten, noch von kommerziellen Anbietern.
Kranichimpressionen und -begegnungen im Moor
Eindrucksvolle „Kranichimpressionen“ ermöglichen die Fotografien von Carsten Linde und ebenso interessante „Kranichbegegnungen“ mit dem Diavortrag von Hermann Dirks bilden ein absolutes Highlight im November im Naturschutz- und Informationszentrum NIZ in Goldenstedt-Arkeburg.
Am 5. November (Freitag) wird die Bilderausstellung von Carsten Linde um 18 Uhr im NIZ eröffnet. Anschließend findet ein eindrucksvoller Dia-Vortrag mit dem Kranichexperten Hermann Dirks statt. Der Abend wird durch das Drei-Gänge-Menü „Diepholzer Moorschnucke“ kulinarisch abgerundet. Eine identische Veranstaltung wird nochmals am 12. November angeboten. Der Preis beträgt 24 Euro. Hierfür ist eine Anmeldung notwendig. Die Lindes Bilder können bis zur Winterpause (12. Dezember) im NIZ besichtigt werden.
An den Sonntagen 7., 14 und 21. November wird Hermann Dirks um 15 Uhr seinen Diavortrag mit phantastischen Naturaufnahmen über den Zug der Kraniche von den Brutgebieten in Skandinavien über die Rastgebiete in der Diepholzer Moorniederung bis zu den Überwinterungsgebieten in Spanien zeigen. Im Anschluss kann der Abendeinflug unter fachkundiger Begleitung beobachtet werden. Die Teilnahme kostet drei Euro.
Die Kraniche, die auch als Vögel des Glücks bezeichnet werden, treffen in der Diepholzer Moorniederung zur Rast ein, um sich für ihren Weiterflug in den Süden zu stärken. Im Goldenstedter Moor sind inzwischen einige Hundert Tiere eingetroffen. In den nächsten drei bis vier Wochen wird sich die Zahl der rastenden Kraniche auf einige Tausend erhöhen. Zur Beobachtung des Abendflugs eignet sich sehr gut der Turm, der sich auf dem Gelände des NIZ befindet.
Pfadfinder vom Niederrhein zelten beim NIZ
Ein Pfadfinderstamm aus Isselburg am Niederrhein zeltet derzeit im Goldenstedter Moor. Die Mitglieder der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) verbringen insgesamt zehn Tage auf dem Zeltplatz des NIZ.
Der Stammesvorsitzende Thomas Menning (fünfter von rechts) hatte die Idee, das Sommerlager in Arkeburg zu verbringen. Im Sommer 2008 war er an der Organisation und Durchführung eines Workcamps von Pfadfindern aus der Diözese Münster und deren Partnerdistrikt Santa Cruz in Bolivien beteiligt. Auch die 16 Kinder und Jugendlichen sowie deren acht Betreuer sind vom Zeltplatz begeistert.
Natürlich gehört auch ein abwechslungsreiches Programm zu einem Pfadfinderlager. Während des Aufenthaltes lernen die Pfadfinder aus Nordrhein-Westfalen nicht nur das Moor kennen, sondern bei einer zweitägigen Kanutour auch die Hunte.
Ferienprogramm: Spielenachmittage im Moor
Das NIZ bietet zwei Spielenachmittage im Moor an: Für Kinder im Alter von sechs bis neun von zehn bis 13 Jahren an. Auf dem Programm stehe Naturerlebnisspiele und –wettkämpfe im Moor. Beispielsweise ein Wetttorfringen, ein Geschicklichkeitslauf im Barfußpfad und Ähnliches.
Die Kinder sollen dabei auf spielerische Weise auf den faszinierenden Lebensraum Moor eingestimmt werden.
"Jan Spieker" startet in die Saison
Die Erlebnisbahn "Jan Spieker" startet am Sonntag (6. Juni) den Pendelverkehr zwischen Goldenstedt und Barnstorf. Der Zug fährt an diesem Tag zwischen dem Barnstorfer Umwelt-Erlebnis Zentrum (BUEZ) und dem Naturschutz- und Informationszentrum (NIZ) in Goldenstedt-Arkeburg. Er wird um 12 Uhr und um 15.30 Uhr vom BUEZ Richtung Goldenstedt und um 13.30 Uhr und um 17 vom NIZ Goldenstedt in Richtung Barnstorf starten.
Beide Zentren bieten an diesem Tag ein Programm für die ganze Familie ganze. Das NIZ bietet Kaffee und Kuchen sowie den Buchweizenpfannkuchen "Jan Hinnerk" an. Der Moortunnel ist geöffnet und Kinder können sich auf dem Naturerlebnisspielplatz austoben. Die Moorbahn startet um 15 Uhr vom NIZ aus tief in das Moor hinein.
In Barnstorf werden von 15 bis 17 Uhr Naturführungen und von 14 bis 18 Uhr Fahrten mit der Moorbahn über das BUEZ-Gelände angeboten. Zudem ist das Café geöffnet, und das acht Hektar große Areal mit seiner beeindruckenden biologischen Vielfalt und dem Naturerlebnisspielplatz kann entdeckt und erforscht werden. "Jan Spieker" wird von Juni bis Oktober an jedem ersten Sonntag im Monat zu den genannten Zeiten zwischen Goldenstedt und Barnstorf pendeln. Während der Fahrt wird ein als Jan Spieker angezogener Referent Informationen über das Leben des Namensgebers und über die Landschaft geben. Weitere Informationen unter Telefon 05442-8029989 oder im Internet unter www.jan-spieker.de.
Wildnis-Camp im Moor
Ein spannendes Wildnisabenteuer können acht- bis 14-jährige wagemutige Mädchen und Jungen vom 12. bis zum 16. Juli erleben. Dann findet im NIZ wieder das Wildnis-Camp statt. Es bietet den Kindern ein umfangreiches Programm, beispielsweise: Bogenschießen, Stockkampf, Kompassparcours, Schnitzen, Feuer machen ohne Streichhölzer, Flussüberquerung am Seil, Brotbacken, Kletteraktionen, Nachtwanderung und Geschichten am Lagerfeuer.
Außerdem lernen die kleinen Abenteurer das Moor und den Wald als Plätze kennen, die Abenteuer, Spaß und Spiele bereithalten. Zum Abschluss wird ab 12:30 Uhr am Freitag mit den Eltern gegrillt, während die Kinder vorführen, was sie alles gelernt haben.
Schlafen werden die Teilnehmer stilecht in Tipis. Zum Kochen, Essen und Aufwärmen ist zusätzlich ein festes Gebäude vorhanden.
Das Camp wird von de erfahrenen Wildnispädagogen Jörg Pospiech von der Wildnisschule Wildeshausen geleitet. Mit von der Partie sind auch wildnis- und kindererfahrene Hunde. Die Teilnahmegebühr für das fünftägige Camp beträgt 180 Euro und beinhaltet die Kosten für Verpflegung, Übernachtung und Material. Anmeldungen nimmt das NIZ entgegen.
RTL stellt NIZ vor
Zu einem ganz besonderen Erlebnis wurde für zwei Bremer Schulklassen der Ausflug ins Moor am Donnerstag (27. Mai): Mehrere Stunden filmte nämlich ein Kamerateam von RTL-Regional im Naturschutz- und Informationszentrum (NIZ).
In der Sendung „Guten Abend RTL“ werden in der kommenden Woche interessante Orte und Menschen aus Niedersachsen vorgestellt. Am Mittwochabend (2. Juni) zwischen 18 Uhr und 18:30 Uhr werden Peter Becker und Jan Spekker das NIZ in einem Filmbeitrag präsentieren. Sie filmten die Schüler unter anderem während einer Moorbahnfahrt, beim Entkusseln und im Barfußpfad (Foto).
Auch der Moortunnel, vor allem die Jacke von Jan Spieker, fand das Interesse des Kamerateams. Dort erzählte Bürgermeister Willibald Meyer ihnen die Geschichte des „Kiepenkerls“ aus dem 19. Jahrhundert. „Wir sind so begeistert von dem NIZ, dass wir garantiert wiederkommen werden, spätestens zum Moormarathon“, versprach Jan Spekker.
Meyer bleibt Vorsitzender
Bürgermeister Willibald Meyer (5. von links) bleibt Vorsitzender des Fördervereins Goldensteder Moor. Das beschloss die Mitgliederversammlung am 20. April. Meyer, der das Amt seit Vereinsgründung inne hat, wurde auch für die nächsten drei Jahre wiedergewählt und kann als Vorsitzender im April 2011 mit dem Verein sein 20jähriges Jubiläum feiern.
Als stellvertretender Vorsitzender wurde Ekkehard Schwarzer (3. von links) aus Visbek wiedergewählt, der ebenfalls zu den Mitbegründern des Fördervereins Goldenstedter Moor zählt. Von den ersten Tagen an dabei ist auch Annette Kraimer (Lohne, 7. von links) als Pressereferentin und Rita Böckmann (Dinklage, 4. von links)) als Schriftführerin. Beide wurden in ihren Ämtern bestätigt.
Zu Beisitzern wurden wiedergewählt Brigitta Muhle (Goldenstedt, 10. von links), Karin Puche (Vechta, 8. von links), Dr. Dankwart Seipp (Lutten, 9. von links), Alfred Siemer (Vechta, rechts) und Konrad Windeler (Wildeshausen, links).
Haus im Moor erfreut sich ungebrochener Beliebtheit
Zum ersten Mal als Beisitzer im Vorstand dabei ist Walter Zurborg aus Goldenstedt(2. von links). Er tritt an die Stelle des 2008 verstorbenen Ludwig Bergmann, der stets ein Freund und Förderer des NIZ war und dem nach den Worten von Willibald Meyer der Förderverein viel zu verdanken hat.
Zu den Männern der ersten Stunde gehört auch Hubert Oldehus, der als Schatzmeister wiedergewählt wurde. Nur zur stellvertretenden Schatzmeisterin wurde Daniela Feldhaus (6. von links) gewählt. Matthias Kolhoff und Andreas Wegmann wurden als Kassenprüfer bestellt.
Derzeit blüht das Wollgras
Nach den Vorstandswahlen wurde von verschiedenen Seiten deutlich gemacht, dass das Haus im Moor sich nach wie vor größter Beliebtheit erfreut. Vor allem Schulklassen und Familien kämen gerne ins NIZ, weil es auf kindgerechte Weise in die Geheimnisse der Moorlandschaft einführt und für die Notwendigkeit des aktiven Moorschutzes sensibilisiert.
Dabei wurde vor allem auf die ständig erforderlichen Entkusselungsarbeiten hingewiesen. "Ohne diese Sisiphusarbeit stände das Haus im Moor schon mitten in einem Birkenwald", erklärte Willibald Meyer. Nur der Entkusselung sei es zu verdanken, dass auf den Moorflächen jetzt Wollgras blühe. Am ersten Maiwochenende lohne es sich, mit der Moorbahn die Weite des Moores zu genießen.
Frühlingsboten: Erste Moorfrösche beim Haus im Moor
Mit den steigenden Temperaturen tauchen auch die ersten Moorfrösche im Goldenstedter Moor auf. Die Tiere sind aufgrund ihrer blauen Färbung im Frühjahr zwar gut zu erkennen, aber nicht mehr oft zu finden. Die Gewässer im Randbereich des Moores bieten ihnen heute keinen optimalen Lebensraum mehr, denn die Wasserqualität leidet unter der umliegenden intensiven Landwirtschaft. Außerdem sind die ehemaligen Abtorfflächen noch zu trocken.
Gemeinsam mit den Goldenstedter Naturfreunden und finanzieller Unterstützung durch die Bingo-Umweltlotterie sowie die Stiftung für Umwelt- und Naturschutz (SUN) des Landkreises Vechta hat das Naturschutz- und Informationszentrum (NIZ) deshalb bereits im letzen Jahr ein Projekt zur Untersuchung des Moorfroschvorkommens im Goldenstedter Moor ins Leben gerufen. Auch die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) Goldenstedt ist als Projektpartnerin beteiligt.
Unter Leitung des Biologen Volker Moritz aus Oldenburg sind schon eine Reihe von Voruntersuchungen und vorbereitenden Arbeiten durchgeführt worden. Mit dem beginnenden Frühjahr erfolgen nun fortlaufend Messungen von unterschiedlichen Gewässerparametern. Dabei werden in regelmäßigen Abständen pH-Wert, Sauerstoffgehalt und die Wassertemperatur gemessen und verschiedenen chemische Analysen durchgeführt. Alle Ergebnisse werden in Messtabellen festgehalten, die in der Schlussphase des Projektes ausgewertet werden und als Grundlage für die Erstellung eines Maßnahmenkataloges zur ökologischen Aufwertung der Gewässer genutzt. So sollen dem Moorfrosch wieder auf Dauer Lebensräume im Goldenstedt Moor gesichert werden.
Pflanzenflohmarkt beim Haus im Moor
Am 25. April findet erstmalig ein großer Garten- und Pflanzenflohmarkt beim Naturschutz- und Informationszentrum (NIZ) statt. In der Zeit von 11 bis 17 Uhr wird alles rund um Garten, Terrasse oder Balkon präsentiert. Auf einem Flohmarkt werden Gartenbesitzer die Gelegenheit haben, neue Pflanzen und Zubehör zu erwerben.
Gartenbegeisterte können kaufen und verkaufen
Aber auch Verkäufer von Gartenzubehör oder Pflanzen sind herzlich willkommen. Zu Beginn der Blumen- und Gartensaison können Büsche, Stauden oder auch Zimmerpflanzen, die übrig sind, auf dem Flohmarkt verkauft werden. Außerdem sind Anbieter von Gartengeräten, -dekorationen sowie allem, was mit der Gartengestaltung oder Natur zu tun hat herzlich eingeladen, sich mit einem Stand an dem Markt zu beteiligen oder zu präsentieren. Dabei ist es egal, ob es sich um private oder kommerzielle Verkäufer handelt. Wer Interesse an einem Stand hat, für den keine Gebühr erhoben wird, meldet sich bitte unter der Telefonnummer 04444/2760 an.
Im Rahmen des Garten- und Pflanzenflohmarktes wird auch die umgestaltete und erweiterte Obsterlebniswiese beim NIZ wieder eröffnet. Die seit Jahren bestehende Obstwiese lädt mit ihrer vollen Blütenpracht die Besucher zu einem Sinneserlebnis der besonderen Art ein und vermittelt Wissenswertes zu den vielfältigen Obstsorten. Die Besucher erhalten Anregungen für den eigenen Garten, den Balkon oder die Terrasse. So kann man unter anderem eine Kräuterspirale bewundern oder aber einen Gang über den neu angelegten Barfußpfad wagen. Ein vielfältiges Rahmenprogramm mit entsprechender Verpflegung rundet den sicherlich interessanten Sonntag ab.
Den Winter im Moor genießen
Eine winterliche Idylle können derzeit Spaziergänger im Goldenstedter Moor erleben. Die knackigen Minusgrade haben die Landschaft in ein Winterwunderland verwandelt. Die großen Wasserflächen sind vereist, die Wollgrasbüschel verschneit.
Als Start und Ziel für Winterwanderungen durch das Moor bietet sich das Haus im Moor an. Dort können Sie am Sonntag regionale Spezialitäten genießen und sich mit Kaffee oder Tee wieder aufwärmen. Außerdem können Sie sich über die Entstehung, Geschichte und die Bemühungen zum Schutz dieser einzigartigen Landschaft informieren.
TV-Beitrag: Kraniche in Goldenstedt
Rund 5000 Kraniche legen derzeit auf ihrem Weg in den Süden einen Stopp im Goldenstedter Moor ein. Auf ihrem Zug von ihren Brutrevieren in Skandinavien und dem Baltikum zu ihren Überwinterungsplätzen in Afrika landen die Zugvögel in der Diepholzer Moorniederung, um dort Kraft für den Rest der Reise zu sammeln. Sie können vom Haus im Moor aus beobachtet werden.
Einen Fernseh-Beitrag über die Kraniche im Goldenstedter Moor hat jetzt der Oldenburger Internet-TV-Sender „DialogikTV“ produziert. Er ist unter www.dialogiktv.de zu sehen.
Rückkehr ins Moor nach 16 Jahren
„Wir kommen aus dem Staunen nicht wieder heraus. Es hat sich hier beim Haus im Moor unendlich viel getan, seit wir das erste Mal hier waren.“ So und ähnlich lauteten die Kommentare einer Besuchergruppe aus Bad Essen, die nach 16 Jahren wieder ihren Jahresausflug nach Goldenstedt machten.
Sie konnten sich noch genauestens daran erinnern, wie das Haus im Moor gerade 1992 fertig geworden war. Auch damals wurden sie von Bürgermeister Willibald Meyer in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Fördervereins Goldenstedter Moor begrüßt und während des Besuches betreut. Dieser ließ es sich nicht nehmen, auch jetzt selbst den Frauenkreis der Kirchengemeinde St. Marien aus Bad Essen zu empfangen.
Meyer: Das NIZ hat sich rasant entwickelt
Stolz konnte er auf die rasante Entwicklung des Naturschutz- und Informationszentrum im Goldenstedter Moor (NIZ) verweisen, das 2006 im bundesweiten Wettbewerb „Land der Ideen“ durch den Bundespräsidenten zu einem von 365 Orten ausgewählt wurde. Die Besucher waren besonders angetan von dem Moortunnel, der gerne auch als „Museum unter der Erde“ bezeichnet wird. Aber auch über die zur Zeit in voller Ernte stehende Obstwiese mit Lehrpfad informierten sich die Besucher. Während der Moorbahnfahrt konnten sie sich außerdem davon überzeugen, dass zahlreiche Wiedervernässungsflächen dem Goldenstedter Moor ein ganz besonderes Gesicht geben.
„Wir müssen ständig mit Entkusselungsmaßnahmen dafür sorgen, dass uns die Birken nicht über den Kopf wachsen und wir hier in einigen Jahren im Wald stehen“, erklärte Meyer.
Erfolgreiche Feldbahnrallye
Sieben Teams aus ganz Deutschland nahmen am vergangenen Wochenende an der ersten Feldbahnrallye in der Diepholzer Moorniederung teil. Von Husum bis Heidelberg waren die Fans der Schmalspurbahnen zu dem einzigartigen Freizeit- und Naturerlebnis angereist.
Los ging es am Samstag (12. September) in Goldenstedt beim Haus im Moor (Foto). Die auf Anhängern mitgebrachten Loks wurden dort auf das Schienennetz gesetzt, das 3,5 Kilometer lang ist. „Es ist einfach super hier in Goldenstedt, man ist sofort mitten im Moor“, erklärte der Frankfurter Christian Felten.
In Barnstorf lernten die Feldbahnfreunde auf einer 1,2 Kilometer langen Strecke das Umwelt-Erlebnis-Zentrum kennen. Fast zehnmal länger ist das Schmalspur-Schienennetz in Freistatt. Dort sorgte die Einweihung neuer Umweltbildungseinrichtungen für ein großes Interesse an den Feldbahnen.
In Essern (Uchte) waren die Feldbahnfreunde Samstagabend zu einem gemütlichen Beisammensein eingeladen. Beim „Tor zum Moor“ in Uchte war am Sonntag eine Strecke von insgesamt zehn Kilometern zurückzulegen.
Goldenes Stück Schiene als Pokal
Auch der „Alte Bahnhof“ in Wagenfeld-Ströhen war ein Ziel der Rallyeteilnehmer. Nach Bewältigung der zweimal 3,5 Kilometer langen Teilstrecke der Ströhener Moorbahn fand dort auch die Siegerehrung statt, nachdem insgesamt die Feldbahnteams rund 30 Kilometer zurückgelegt hatten.
Die Bürgermeister Jürgen Lübbers (Barnstorf), Wilhelm Falldorf (Wagenfeld) und Reinhard Schmale (Uchte) nahmen die Siegerehrung vor. Durch Losentscheid wurde als Siegerin der ersten Feldbahnrallye die zehnjährige Janna Reinkemeyer aus Essern gekürt. Sie erhielt ein vergoldetes Gleisstück als Pokal, während alle Teilnehmer eine Urkunde erhielten.
Für Goldenstedts Bürgermeister Willibald Meyer als Mitveranstalter der deutschlandweit wohl einmaligen Veranstaltung steht fest, dass die Feldbahnrallye eine gelungene Werbung für alle teilnehmenden Moorstandorte war, es müsse aber das breite Publikum noch stärker einbezogen werden. Nach dem Willen der Veranstalter soll es eine Neuauflage der Feldbahnrallye geben.
Feldbahnrallye in der Diepholzer Moorniederung
Erstmalig findet in diesem Jahr am 12. und 13. September die erste Feldbahnrallye in der Diepholzer Moorniederung statt. Die Veranstaltung wird gemeinsam organisiert vom Naturschutz- und Informationszentrum Goldenstedter Moor, dem Barnstorfer Umwelt-Erlebnis-Zentrum (BUEZ), der Freistätter Feldbahn, der Gemeinde Wagenfeld und dem Förderverein Moorbahn Uchter Moor. Ziel ist, sowohl den Besuchern als auch Rallye-Teilnehmern ein unvergessliches Naturerlebnis in der Diepholzer Moorniederung zu ermöglichen.
An den fünf Moorbahnstandorten haben die Freunde der Feldbahn die Gelegenheit, insgesamt 25 Kilometer mit ihren Schmalspurgefährten zurückzulegen. Handbetriebene und motorisierte Draisinen können genauso an den Start gehen wie kleine Lokomotiven, mit Ausnahme von Dampfloks.
Das Organisationsteam um Hans-Hermann Reinkemeyer von der Moorbahn in Uchte konnte sich bereits während einer Testfahrt im April diesen Jahres davon überzeugen, dass die Fahrten an den relativ weit verstreuten Standorten in den Gemeinden Goldenstedt, Barnstorf, Freistatt, Wagenfeld und Uchte zeitlich an einem Wochenende bequem zu schaffen sind.
Die Rallye startet am Samstag (12. September) um 10 Uhr im NIZ Goldenstedt, wo ein 3,5 Kilometer langer Rundkurs befahren werden kann. Die zweite Station ist das Barnstorfer Umwelt- Erlebnis-Zentrum (BUEZ). An diesem Standort steht den Teilnehmern das 1,2 Kilometer lange Schienennetz ab 12 Uhr zur Verfügung steht. Ab 14 Uhr befahren die Feldbahn-Enthusiasten das zwei mal fünf Kilometer lange Schmalspur-Schienennetz der Freistätter Feldbahn.
Am Sonntag wird die Feldbahnrallye um 10 Uhr in Essern am Tor zum Moor auf insgesamt zehn Kilometern Schienennetz fortgesetzt. Ab 12:30 Uhr können die zwei mal 3,5 Kilometer langen Teilstrecken der Ströhener Moorbahn befahren werden. Ab 15 Uhr findet am "Alten Bahnhof" in Wagenfeld-Ströhen die Siegerehrung der Rallye-Gewinner statt.
Alle großen und kleinen Besucher sind herzlich eingeladen, bei den Rallye-Stationen zuzuschauen und die Besonderheiten der jeweiligen Standorte zu erleben. Mit Ausnahme der Ströhener Moorbahn, deren Streckennetz an diesem Wochenende offiziell vorgestellt wird, sind an jedem Standort Mitfahrten auf den Besucherloren gestattet.
Rahmenprogramm im NIZ
Im NIZ werden während der Rallye Buchweizenspezialitäten angeboten, dazu passt am besten frisch gepresster Apfelsaft aus der Obstsaftaktion. Am Samstag finden Moorbahnfahrten mit einer Familienaktion statt. Kinder können in Begleitung der Eltern kostenlos mitfahren. Der Abenteuerspielplatz bietet den kleinen weiteren Spaß. Auch der Moortunnel kann besucht werden.
Am Samstag wird auch die Bilderausstellung "Impressionen in Farben - Formen mit Fantasie" von Mechtild Blind eröffnet.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.feldbahnrallye.de.
Teilnehmerrekord beim Moormarathon
Ralf Uffenbrink war der schnellste Moormarathonläufer, er schaffte die 42 Kilometer in 3:02,54
Die schnellste Marathonläuferin war Stefanie Arndt, mit einer Zeit von 3:48,07
(weitere 3 Bilder in der Galerie)
"Der Marathonlauf im Goldenstedter Moor ist eine sympathische Alternative zu den zahlreichen Stadtläufen in der Region. Das Laufen am frühen Morgen in Gottes schöner Natur ist ein Wohlgenuss für Körper, Seele und Geist." So oder ähnlich lauteten die Kommentare der fast 900 Läuferinnen und Läufer, die am vergangenen Sonntag (30. August) beim Haus im Moor am Marathon, Halbmarathon und an anderen Moorläufen teilnahmen. Den Startschuss für den Moormarathon gab der stellvertretende Landrat Josef Kläne.
"Die teils moorige und sandige Strecke lässt zwar keine Spitzenzeiten zu, aber der Lauf in der Stille und Weite des Moores ist ein einzigartiges Naturerlebnis", schwärmte Ralf Uffenbrink aus Wagenfeld, der in 3 Stunden und 2,54 Minuten als Sieger die Marathonstrecke zurücklegte. Zweiter wurde Mike Rose aus Greiz. Den 3. Platz belegte Thomas Eberhardt aus Bremen.
Bei den Frauen standen Stefanie Arndt mit einer Zeit von 3 Stunden und 48,07 Minuten, Andrea Pelka und Maria Rolfes auf dem Siegertreppchen. Für die Siegerin war es nach eigenen Worten der erste Marathonlauf ihres Lebens überhaupt. Erst vor einem Jahr sei sie mit dem Lauftraining angefangen.
Die drei schnellsten Läufer beim Halbmarathon waren Oliver Sebrantke, Michael Reise und Dirk Schmitt. Die schnellsten Frauen beim Halbmarathon waren Claudia Wahls aus Goldenstedt, Silvia Koditek aus Lohne sowie Johanna Wieferig aus Vechta.
Goldenstedts Bürgermeister Willibald Meyer zeigte sich besonders erfreut über die starke Beteiligung an den Schülerläufen über 1000 und 2000 Meter. Über 300 Schüler aus Goldenstedt, Eydelstedt, Barnstorf, Vechta und Visbek waren am Start. Auch die Teilnahme der Jüngsten am Bambinilauf war im Vergleich zu den Vorjahren sprunghaft gestiegen.
Erstmals gab es in diesem Jahr eine Familienwertung auf Anregung des Goldenstedter Familienbündnisses. Hier belegte die Familie Peltzer aus Goldenstedt mit neun Personen den ersten Platz, die Familie Kürbis aus Goldenstedt und die Familie Könneke aus München mit jeweils fünf Personen den 2. und 3. Platz.
Jeder Teilnehmer erhielt einen Lauftaler und eine Urkunde. Für die jeweils drei Erstplatzierten gab es außerdem einen Pokal. Bei der Siegerehrung wurden Moderator Bernhard Keller aus Drebber und die Bürgermeister Jürgen Lübbers (Barnstorf) und Willibald Meyer (Goldenstedt) von den Landtagsabgeordneten Dr. Stephan Siemer (CDU) und Hans-Werner Schwarz (FDP) sowie von den Bundestagsabgeordneten Gabriele Groneberg (SPD) und Angelika Brunkhorst (FDP) unterstützt.
Der 8. Moormarathon findet am 29. August 2010 statt. "Dann wollen wir die Tausender-Marke knacken", hofft Meyer.
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In den Startlöchern: 300 Anmeldungen für Moormarathon
Schon mehr als 300 Anmeldungen liegen für den 7. Moormarathon am Sonntag, 30. August in Arkeburg vor. Während die Online-Anmeldung (www.moormarathon.de) am Mittwoch (26. August) endet, sind persönliche Anmeldungen bis 30 Minuten vor dem Start des jeweiligen Laufes im Wettkampfbüro beim Haus im Moor möglich.
Das Wettkampfbüro ist am Marathon-Sonntag ab 7 Uhr geöffnet. Bei Nachmeldungen für den Marathon und Halbmarathon sowie für die Moorläufe und Nordic-Walking-Strecken (jeweils über 6,5 und 11 Kilometer) wird auf die reguläre Startgebühr eine Nachmeldegebühr in Höhe von 3 Euro erhoben, die für Bambini- und Schülerläufe entfällt.
Schulen, Vereine und Firmen helfen
Für die Organisation der verschiedenen Läufe und die Verpflegung und Betreuung der Läufer und Läuferinnen sind am Sonntag über 80 freiwillige Helfer im Einsatz, darunter etwa 30 Feuerwehrleute aus den Gemeinden Barnstorf und Goldenstedt. Auch sind wieder Schüler der Goldenstedter Marienschule mit von der Partie. Den Sanitätsdienst übernimmt das Deutsche Rote Kreuz (DRK Diepholz).
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Betreuung der sechs Verpflegungsstationen an der Marathon-Route. Hier werden für die Läufer und Läuferinnen Müsli-Riegel, Erfrischungsgetränke und Obst bereitgehalten. Zu den Sponsoren gehören auch in diesem Jahr die Firmen Graf Metternich, Haake-Beck, Allos, Neukauf und Obstbau Themann.
Für die Bereitstellung von Umkleide- und Duschmöglichkeiten auf dem NIZ-Gelände sorgt in diesem Jahr erstmals die Feuerwehr Goldenstedt. In den Vorjahren nahm die Bundeswehr in Diepholz diese Aufgabe wahr.
Auch für den 7. Moormarathon, der ein Gemeinschaftsprojekt der Samtgemeinde Barnstorf und der Gemeinde Goldenstedt sowie des Fördervereins Goldenstedter Moor, des Barnstorfer-Umwelt-Erlebnis-Zentrums, des TuS Frisia Goldenstedt, des MTV Jahn Barnstorf, des TSV Drebber und der LEB Goldenstedt ist, haben die Landräte Gerd Stötzel (Diepholz) und Albert Focke (Vechta) die Schirmherrschaft übernommen.
Moormarathon: Startschuss um 9 Uhr
Den Startschuss für den Moormarathon um 9 Uhr geben die Bürgermeister Jürgen Lübbers (Barnstorf) und Willibald Meyer (Goldenstedt). Alle Teilnehmer erhalten nach dem Zieleinlauf einen Lauftaler. Die Urkunde als Leistungsbestätigung wird schnellstmöglich am Veranstaltungstag ausgegeben. Zudem werden die Sieger der ersten drei Plätze aller Läufe, Männer und Frauen, sowie die Sieger der Altersklassen des Marathons und Halbmarathons geehrt.
Bei den Moorläufen wird zusätzlich der schnellste Schüler und die schnellste Schülerin (bis 15 Jahre) geehrt. Schulklassen und Familien mit den meisten Teilnehmern erhalten außerdem attraktive Sonderpreise. Zu den zahlreichen Siegerehrungen haben sich mehrere Bundestags- und Landtagsabgeordnete aus der Region angemeldet.
Natürlich ist auch für die Verpflegung der Besucher gesorgt. Sowohl an einem Imbiss-Stand als auch im Haus im Moor ist ausreichend Gelegenheit zum Mittagessen. Außerdem wird während des ganzen Tages Kaffee, Kuchen und die beliebten Buchweizenspezialitäten angeboten.
„Für den Marathon-Sonntag ist alles vom Organisationsteam gut vorbereitet. Es wäre toll, wenn zusätzlich zu den Läuferinnen und Läufern auch viele Zuschauer den Weg ins Moor finden und wie in den Vorjahren für eine einzigartige Atmosphäre sorgen.“ Das wünschen sich vor allem Rita Böckmann und Annette Kraimer von der LEB Goldenstedt, in deren Händen die Hauptverantwortung für den diesjährigen Moormarathon liegt.
Moormarathon mit Familienwertung
Laufen in wundervoller Landschaft: Der Moormarathon in der Diepholzer Moorniederung. (Foto: mm)
Es werden Läufe über unterschiedliche Distanzen angeboten. (Foto: mm)
Am 30. August finden im Moor Läufe über verschiedene Distanzen in unvergleichlicher Landschaft statt
Die Vorbereitung für den diesjährigen Moormarathon im Großen Moor zwischen den Gemeinden Goldenstedt und Barnstorf laufen auf Hochtouren. Das Vorbereitungsteam unter der Leitung der LEB Goldenstedt traf sich in der vergangenen Woche im Haus im Moor, um die organisatorischen Einzelheiten zu besprechen.
Der Moormarathon, der am Sonntag (30. August) um 9 Uhr beim Haus im Moor in Arkeburg gestartet wird, ist der siebte Marathon im Moor und wird nach den gültigen Bestimmungen des Deutschen und Niedersächsischen Leichtathletikverbandes durchgeführt. Startberechtigt ist jeder, eine Vereinszugehörigkeit ist nicht erforderlich.
Erstmals in diesem Jahr ist eine Familienwertung vorgesehen. Es werden interessante Preise für die Familien ausgelobt, die bei den verschiedenen Läufen die meisten Teilnehmer stellen. Neben dem Marathon und Halbmarathon können auch Strecken von elf oder 6,5 Kilometer Länge gelaufen werden. Zudem gibt es Bambini- und Schülerläufe. Außerdem können Walker verschiedene Strecken (elf und 6,5 Kilometer) im Moor zurücklegen.
Ehrungen für Sieger und schnellste Schüler
Alle Teilnehmer erhalten nach dem Zieleinlauf einen Lauftaler. Die Urkunde als Leistungsbestätigung wird schnellstmöglich am Veranstaltungstag ausgegeben. Zudem werden die ersten, zweiten und dritten Sieger aller Läufe (Männer und Frauen) sowie die Sieger der Altersklassen des Marathons und Halbmarathons geehrt. Bei den Moorläufen über 6,5 und elf Kilometer werden zusätzlich der schnellste Schüler und die schnellste Schülerin (bis 15 Jahre) geehrt. Schulklassen und Familien mit den meisten Teilnehmern erhalten Sonderpreise. Nähere Informationen unter www.moormarathon.de.
Die Veranstalter des Moormarathons sind der Förderverein Goldenstedter Moor, die LEB Goldenstedt, die Gemeinde Goldenstedt, die Samtgemeinde Barnstorf, das Barnstorfer Umwelt- und Erlebniszentrum, der TuS Frisia Goldenstedt, der MTV Jahn Barnstorf und der TSV Drebber.
Dem Moorfrosch auf der Spur
Moritz (vorne) erläutert vor Ort, warum die Lebensbedingungen für den Moorfrosch nicht optimal sind.
Der Bestand der seltenen Amphibien im Goldenstedter Moor soll erfasst und dann besser geschützt werden
Am Nordrand des Goldenstedter Moores, in der Nähe des Haus im Moor, gibt es ihn noch, den Moorfrosch. Der färbt sich im Frühjahr blau und trifft deswegen bei Biologen und Naturfreunden auf ein besonderes Interesse.
Allerdings bieten die Gewässer und deren Umfeld keine optimalen Lebensbedingungen, so dass der Moorfrosch dort immer seltener vorkommt. Besucher des Naturschutz- und Informationszentrums (NIZ) bekommen ihn nur noch sehr selten zu Gesicht.
Deshalb starteten die Goldenstedter Naturfreunde mit finanzieller Hilfe der Bingo-Umweltlotterie ein Projekt, das flächendeckend das Moorfroschvorkommen im Goldenstedter Moor erfassen, die Gewässergüte bestimmen und Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensräume für den Moorfrosch erarbeiten soll.
Unter der Leitung des Biologen Volker Moritz aus Oldenburg wurden in diesen Tagen im Haus im Moor die einzelnen Arbeitsschritte festgelegt.
Gefahr des Aussterbens bannen
Laut dem Vorsitzenden der Goldenstedter Naturfreunde, Walter Michalik, stellt das Moorfrosch-Projekt einen konkreten Beitrag zum Artenschutz dar: "Wir wollen durch die ökologischen Aufwertung der betroffenen Wasserflächen erreichen, dass sich die Moorfrösche wieder im Goldenstedter Moor wohlfühlen. Nur dann wird deren Population steigen und die Gefahr des Aussterbens gebannt."
Das Projekt wird auch vom Förderverein Goldenstedter Moor sowie von der Stiftung für Umwelt- und Naturschutz (SUN) des Landkreises Vechta unterstützt.
Am Sonntag ist "Jan Spieker" unterwegs
Die Erlebnisbahn "Jan Spieker" wird am Sonntag (7. Juni) wieder zwischen dem Barnstorfer Umwelt-Erlebnis-Zentrum (BUEZ) und dem Naturschutz- und Informationszentrum (NIZ) in Goldenstedt-Arkeburg pendeln. "Jan Spieker" wird um 12 Uhr, 15.30 Uhr und 18.30 Uhr vom BUEZ Richtung Goldenstedt und um 13.30 Uhr und um 17 vom NIZ in Richtung Barnstorf starten.
"Jan Spieker" wird weiter an jedem ersten Sonntag im Monat von Mai bis Oktober diese Route zu den genannten Abfahrtszeiten fahren. Weitere Informationen Weitere Informationen gibt es unter www.jan-spieker.de und Telefon 05442/8029989.
Während der Fahrt wird ein als Jan Spieker angezogener Referent Informationen über das Leben des Namengebers und über die Landschaft geben.
In beiden Zentren wird an dem Tag für die ganze Familie vieles geboten. In Barnstorf werden an diesem Sonntag von 15 bis 17 Uhr Naturführungen und von 14 bis 18 Uhr Fahrten mit der Moorbahn über das BUEZ-Gelände angeboten. Zudem ist das Café geöffnet und es kann das acht Hektar große Areal mit seiner beeindruckenden biologischen Vielfalt und dem Naturerlebnisspielplatz entdeckt und erforscht werden.
Das NIZ in Goldenstedt-Arkeburg bietet an dem Sonntag ebenfalls Kaffee und Kuchen sowie den Buchweizenpfannkuchen "Jan Hinnerk" an. Ebenfalls ist der Moortunnel geöffnet und für Kinder der Naturerlebnisspielplatz vorhanden. Die Goldenstedter Moorbahn startet am Sonntag um 15 Uhr vom NIZ aus tief in das Moor hinein.
Der Jan Spieker auch von Gruppen für Fahrten ausgeliehen und für individuelle Fahrten eingesetzt werden. Er eignet sich gut für Ausflüge, da er nicht auf Gleise angewiesen ist und auf Straßen fährt.
Pfingsten ins Goldenstedter Moor
Das Naturschutz- und Informationszentrum (NIZ) bietet am Pfingstwochenende Moor- und Naturfreunden ein abwechselungsreiches Programm.
Am Freitag (29. Mai) findet eine vogelkundliche Wanderung ins Moor statt. Die "zweistündige Wanderung" steht unter dem Motto "Unterwegs zu Ziegenmelker und Waldschnepfe" und beginnt um 20 Uhr. Sie wird von dem Biologen und Vogelkundler Holger Schürstedt geleitet. Startpunkt ist das Haus im Moor. Bitte tragen Sie festes Schuhwerk und bringen Sie, wenn vorhanden, Fernglas und Bestimmungsbuch mit. Eine Anmeldung ist beim NIZ unter Telefon 04444-2694 oder info@niz-goldenstedt.de möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt vier Euro.
Pfingsten fährt die Moorbahn am Samstag, Sonntag und Montag jeweils um 15 Uhr. Auch ein Rundgang über den Moorerlebnispfad lohnt sich zu dieser Jahreszeit. Wer sich nach dem Spaziergang im Moor stärken möchte, hat dazu im Haus im Moor mit den Buchweizenspezialitäten die Möglichkeit. Besonders empfehlenswert ist zur Zeit "Matjes im Buchweizenteig". Das Haus im Moor öffnet am Samstag um 13 Uhr, am Sonntag und am Montag um 11 Uhr. An allen drei Tagen schließt es um 18 Uhr.
Im Moortunnel (geöffnet Sonntag und Montag von 14 bis 17 Uhr) können drei neue maßstabsgetreue Modelle von historischen Wagen betrachtet werden. Sie zeigen im Maßstab 1:10 Wagen, die im Moor gefunden wurden. Der älteste Wagen stammt aus der Bronzezeit und ist etwa 4100 Jahre alt, der zweite wurde während der Eisenzeit gebaut und bringt es auf rund 2100 Jahre. Der dritte Wagen versank während des Mittelalters im 12. Jahrhundert nach Christus im Moor.
Erste Moorbahnrallye: Gelungene Testfahrt
Die erste internationale Moorbahnrallye findet am 12. und 13. September in der Diepholzer Moorniederung statt. An fünf verschiedenen Moorbahnstandorten haben die Freunde der Feldbahn die Gelegenheit, insgesamt 25 Kilometer mit ihren Schmalspurgefährten zurückzulegen. Handbetriebene und motorisierte Draisinen können genauso an den Start gehen wie kleine Lokomotiven, mit Ausnahme von Dampfloks.
Am vergangenen Sonntag (26. April) unternahmen die Vorsitzenden der Moorbahn "Uchter Moor" und des Fördervereins Goldenstedter Moor, Hans-Hermann Reinkemeyer und Willibald Meyer, mit einer motorisierten Draisine eine Testfahrt. Dabei konnten sie sich davon überzeugen, dass die Fahrten an den relativ weit verstreuten Standorten in den Gemeinden Goldenstedt, Barnstorf, Freistatt, Wagenfeld und Uchte zeitlich an einem Wochenende bequem zu schaffen sind.
Der Start erfolgte morgens beim Haus im Moor. Unzählige Schwärme von Libellen boten vor der Kulisse schier endloser Wollgrasflächen ein einmaliges Naturschauspiel und ließen die Fahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.
Die zweite Station war das Barnstorfer Umwelt- und Erlebniszentrum (BUEZ). Das dortige Schienennetz erschließt hier ein acht Hektar großes Areal mit einer beeindruckenden biologischen Vielfalt. Außerdem können dort, auch im Vorbeifahren mit der Moorbahn, Demonstrationsanlagen zu regenerativen Energien in Augenschein genommen werden. Im BUEZ erlaubte das rundum erneuerte Schienennetz ein etwas schnelleres Tempo als im Goldenstedter Moor.
Um die Mittagszeit wurde das Schmalspurgleis in Freistatt getestet. Auch hier hinterließen durchfahrenen Moorflächen unvergessliche Eindrücke bei den Testfahrern. Im Sinnesgarten in Freistatt hatte dessen stellvertretender Bürgermeister Frank Kruse zum Mittagsimbiss eingeladen.
Meyer: Moorbahnrallye soll Spaß machen und nicht in Stress ausarten
Am Sonntagnachmittag ging es dann nach Ströhen in der Gemeinde Wagenfeld, wo die Probefahrer vom ersten Vorsitzenden "Ströher Dorfleben", Klaus Ulmann, in Empfang genommen wurden. Auf der drei km langen Bahnstrecke konnte nur ein kleiner Teil befahren werden, da die Gemeinde Wagenfeld zur Zeit dabei ist, ihre moortouristische Infrastruktur zu erweitern. Gegen Abend wurde schließlich das Schienennetz in Essern (Samtgemeinde Uchte) getestet, wo der Feldbahnliebhaber Hans-Hermann Reinkemeyer zu Hause ist.
Dieser zeigte sich am Ende der Testfahrt von den Einsatzmöglichkeiten der Feldbahn an den fünf Moorbahnstandorten sehr angetan. Er ist davon überzeugt, dass die Moorbahnrallye unter den Feldbahnfreunden große Resonanz finden wird. "Es ist schon gut, dass wir von Anfang an zwei Tage für die Rallye eingeplant haben. Sie soll ja allen Spaß machen und nicht in Stress ausarten", erklärte Goldenstedts Bürgermeister Willibald Meyer.
Interessenten, die an der Moorbahnrallye teilnehmen möchten, erhalten nähere Informationen bei Hans-Hermann Reinkemeyer (Telefon 05777/961385).
Am 1. Mai die Wollgrasblüte genießen
Die sommerlichen Temperaturen haben schon sehr früh in diesem Jahr das Wollgras zum Blühen gebracht. Daher lohnt es sich, am 1. Mai das Naturschutz- und Informationszentrum im Goldenstedter Moor zu besuchen.
Um 11:00, 13:00, 15:00 und 16.30 Uhr startet die Moorbahn beim Haus im Moor zur Besichtigung der großen Moorflächen, auf denen zur Zeit die weißen Blüten zu sehen sind.
Zwischen den Moorbahnfahrten werden im Haus im Moor Spezialitäten aus Buchweizen serviert. Am "Tag der Arbeit" kann man zum Buchweizenpfannkuchen auch Matjes bekommen. Bei entsprechender Witterung kann man von der Terrasse aus sogar dem Konzert der Frösche lauschen. Falls es am 1. Mai schon sehr heiß wird, bitet sich der Moortunnel zur Kühlung an. Dort kann man dann die ausgestellten Moorexponate besichtigen.
Ostern ins Moor
Für alle Freunde des Goldenstedter Moores fährt an den Osterfeiertagen wieder die Moorbahn. Sie tuckert Karfreitag, Karsamstag und an beiden Ostertagen jeweils um 15 Uhr los.
Zur Zeit ist noch die Wollgrasblüte zu sehen, und es halten sich einige Zugvögel, wie Kraniche und Singschwäne im Moor auf.
Wer sich nach dem Spaziergang im Moor stärken möchte, hat dazu im Haus im Moor mit den Buchweizenspezialitäten Gelegenheit. Das Haus ist an den Feiertagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet, am Samstag von 13 bis 18 Uhr.
Im Moortunnel können drei neue maßstabsgetreue Modelle von historischen Wagen betrachtet werden. Für die Modelle wurden Wagen, die im Moor gefunden wurden, im Maßstab eins zu zehn rekonstruiert. Ein Wagen stammt aus der Bronzezeit um 2100 Jahre vor Christi, einer aus der Eisenzeit um 1100 Jahre vor Christi und einer aus dem zwölften nachchristlichen Jahrhundert.
Mehr Komfort auf "Jan Spieker"
Bisher erinnerte nur eine Jacke im Moortunnel an Jan Spieker, der vor 180 Jahren im Goldenstedter Moor versank.
Seit Frühjahr 2008 trägt eine Erlebnisbahn, die in den Sommermonaten zwischen Goldenstedt und Barnstorf fährt, seinen Namen. Die Bahn auf Rädern schlängelt sich durch Moor, Wald und Wiesen, überquert die Hunte und bietet den Fahrgästen ein echtes Naturerlebnis. In Zukunft dürfen sich die Mitreisenden über zusätzlichen Komfort freuen, denn aufgrund einer großzügigen Spende kann die Ausstattung der beiden Wagen verbessert werden.
Um das Gespann nachzurüsten, hat die Kresisparkasse Grafschaft Diepholz das Vorhaben mit 4000 Euro unterstützt. "Das Geld stammt aus den Mitteln des PS-Zweckertrages", berichtet Martin Spils, Regionaldirektor der Sparkasse Barnstorf, bei der Spendenübergabe im Barnstorfer Umwelt-Erlebnis-Zentrum (BUEZ).
Über den Scheck freuen sich besonders die Vorsitzenden des Fördervereins "Großes Moor", Jürgen Lübbers aus Barnstorf und Willibald Meyer aus Goldenstedt. "'Jan Spieker' ist zu einem Markenzeichen der Region geworden und steht für die Verbindung zwischen Barnstorf und Goldenstedt", betont Jürgen Lübbers, der auch Bürgermeister der Samtgemeinde Barnstorf ist. Das Landkreis übergreifende Angebot fördere den Nahtourismus, trage zur Umweltbildung bei und habe sich zu einem großen Gewinn für die Region entwickelt. Auch für Willibald Meyer, Bürgermeister in Goldenstedt, stellt "Jan Spieker" eine Bereicherung der touristischen Angebote der beiden Gemeinden dar. Außerdem seien die Fahrten ein wichtiger Beitrag zur Pflege der Volkskunde und des Brauchtums in der Region.
Jan Spieker: Abwechselunsgreiche Fahrt durch Natur- und Kulturland
Die Erlebnis-Bahn verkehrt regelmäßig zwischen dem BUEZ und dem NIZ. Auf der rund zwölf Kilometer langen Strecke können die Teilnehmer nicht nur die abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaft erleben, sondern auch historische Stätten besuchen und Wissenswertes aus dem Leben von Namensgeber Jan Spieker erfahren.
"Die gemütliche Fahrt durch eine reizvolle Landschaft ist eine Attraktion für Besucher jeden Alters", versichert Friedhelm Holtmann, der am Steuer der 144 PS starken Zugmaschine sitzt. Bis zu 48 Personen haben auf den zwei Wagen Platz. Neben den Anlaufstellen in Barnstorf und Goldenstedt sind auch individuelle Start- und Zielpunkte möglich. Auch kann Jan Spieker für Familien-, Vereins- und Betriebsausflüge gebucht werden.
"Oldtimer" im Moortunnel
Im Moortunnel wird das NIZ demnächst drei Modelle von historischen Wagen aus der Bronze-, der Eisenzeit und dem Mittelalter zeigen. außerdem ein Modell von zwei römischen Rädern mit Achse und die Nachbildung eines "Opferbrotes" auf der Grundlage von Bienenwachs.
Für die Modelle wurden Wagen, die im Moor gefunden worden waren, im Maßstab eins zu zehn rekonstruiert. Ein Wagen stammt aus der Bronzezeit um 2100 Jahre vor Christi, einer aus der Eisenzeit um 1100 Jahre vor Christi und einer aus dem 12. nachchristlichen Jahrhundert.
Dank der finanziellen Unterstützung durch die Herbert- und- Melanie-Straßburg-Stiftung (HMS-Stiftung) konnte der Förderverein Goldenstedter Moor die Exponate von Diplom-Ingenieur Reinhard Schneider (rechts) erwerben. Der Landespfleger war bis zu seiner Pensionierung in der Moorforschung tätig und an der Ausgrabung und Dokumentation vieler Bohlenwege beteiligt, in deren Umfeld auch die originalen Fundstücke entdeckt worden waren.
Goldenstedts Bürgermeister und Vorsitzender des Fördervereins Goldenstedter Moor, Willibald Meyer (auf dem Foto links), dankte Herbert Straßburg (Mitte) für die Unterstützung. "Die Modelle sind eine Bereicherung für den Moortunnel," ist er sicher. Straßburg wies darauf hin, dass seine Stiftung nicht nur den Natur- und den Umweltschutz fördere, sondern auch benachteiligten Kinder, Familien und Einzelpersonen persönliche Hilfe biete. Das Stiftungsvermögen belaufe sich auf 500.000 Euro. Wer eine Zustiftung machen möchte, könne den Betrag von der Steuer absetzen.
Umweltschutz: NIZ Vorbild für China
Chinesische Ingenieure und Behördenvertreter informieren sich über Kleinkläranlagen Auch in China spielt der Umweltschutz eine immer wichtigere Rolle. Eine Delegation aus China war jetzt in Goldenstedt, um sich hier über Kleinkläranlagen zu informieren. Die Ingenieure und Behördenvertreter aus den Kleinstädten Cixi und Ningbo (ostchinesische Provinz Zhejiang) legten bei einer Reise quer durch Deutschland einen Stopp im NIZ. Dort nutzten sie die Möglichkeit, sich eine Wurzelraumkläranlage anzuschauen.
Der Wasserbauer Jürgen Scheele (auf dem Foto links) erklärte den Gästen die Wirkungsweise der biologischen Kleinkläranlage. Vor allem das Aquamax-System, dass es erlaubt, zwischen vier bis über 50 Haushalte anzuschließen, stieß auf großes Interesse. Besonders, da es sowohl für Neubauten als auch für die Nachrüstung geeignet ist. Die Anlage funktioniert ohne Pumpen und ist wartungsfrei.
Scheele erklärte auch die Funktion von Pflanzenfiltern. Dass das Wasser im Ergebnis wirklich sauber ist, zeigte Scheele den beeindruckten Gästen mit Wasserproben.
Auch Bürgermeister Willibald Meyer (zweiter von links), der ebenfalls Vorsitzender des Fördervereins Goldenstedter Moor ist, begrüßte die Gäste. Er nutzte die Gelegenheit, die Gemeinde und das NIZ vorzustellen. Dabei zeigte sich, dass auch in China zunehmend verbliebene Moorflächen unter Schutz gestellt werden und frühere Flächen renaturiert werden sollen. Angesichts der Erfahrungen der Gemeinde Goldenstedt auf diesem Gebiet bot Meyer eine Kooperation an, soweit das angesichts der Entfernungen möglich sei.
Moortourismus: Gemeinsame Vermarktung gestartet
Kommunen der Diepholzer Moorniederung wollen Moortourismus als Chance für die Region nutzen
Vertreter der Städte, Gemeinden und Landkreise in der Diepholzer Moorniederung sowie der Dümmerweserland-Touristik trafen sich am vergangenen Mittwoch (7. Januar) in Goldenstedt. Ziel des Treffens war es, mögliche gemeinsame Werbe- und Vermarktungsstrategien für die zahlreichen moortouristischen Angebote in den einzelnen Gemeinden zu erörtern.
Keine Region in Deutschland und Europa kann eine so große Vielfalt von Moorlandschaften aufweisen wie die Diepholzer Moorniederung. Mit diesem Pfund wollen die Kommunen in Zukunft noch mehr wuchern, als sie es in der Vergangenheit schon getan haben. Vor allem seitens der Bürgermeister wurde die Bedeutung des Moortourismus für die Region unterstrichen.
Goldenstedts Bürgermeister Willibald Meyer machte in seiner Begrüßung deutlich, dass "alle einen Nutzen davon haben, wenn es uns gelingt, möglichst viele Gäste und Besucher aus den städtischen Ballungsräumen in die Diepholzer Moorniederung zu locken. Unsere Tourismuseinrichtungen und auch unsere gastronomischen Betriebe sind für jeden zusätzlichen Euro in der Kasse dankbar." Es sei also im wörtlichen Sinne noch "Honig in der Heide".
Moortourismus soll ein weiteres wichtiges Thema werden
Ein von Bettina Honemann (Regionalmanagerin mehrerer ILEK-Gemeinden in der Diepholzer Moorniederung) erstelltes Arbeitspapier weist aus, dass es in den Gemeinden der Diepholzer Moorniederung zahlreiche moortouristische Einrichtungen und Angebote gibt, die miteinander vernetzt und gemeinsam beworben werden sollen. Das gilt vor allem für die Moorbahnstandorte in Freistatt, Goldenstedt, Barnstorf, Wagenfeld und Uchte.
Walter Tödtemann von der Dümmerweserland-Touristik wies darauf hin, dass neben den bisherigen drei Themen "Radfahren - Wassersport - Reiten" als weiterer Schwerpunkt der Moortourismus hinzukommen könne. Allerdings seien enorme Kraftanstrengungen notwendig, wenn man mit der Lüneburger Heide oder dem Teufelsmoor mitziehen wolle. Dies wünscht sich Wilhelm Falldorf, Bürgermeister aus Wagenfeld und Initiator der konzertierten Aktion.
Kranichtage: 24. und 25. Oktober
Als konkretes Ergebnis beschloss die Versammlung die Erstellung eines Medienpaketes für die moortouristischen Angebote in der Region. Eine neunköpfige Arbeitsgruppe unter der Leitung von Bettina Honemann soll die "Highlights" zusammenstellen.
Die Gemeinden, die bisher ihre moortouristischen Angebote noch nicht benannt haben, können dies bis zum 15. Februar bei der Geschäftsstelle der "Dümmerweserland-Touristik" in Diepholz nachholen. Außerdem wurde für den 12. und 13. September an allen Moorbahnstandorten in der Diepholzer Moorniederung ein Feldbahntreffen vereinbart. Die Organisation dafür hat Hans-Hermann Reinkemeyer aus Uchte übernommen.
Meyer: Über allen Überlegungen muss der Schutz der Moore stehen
Weiter sollen in der ganzen Region am 24. und 25. Oktober Kranichtage durchgeführt werden. Hier soll an die Veranstaltungen der letzten Jahre im Naturschutz- und Informationszentrum Goldenstedter Moor angeknüpft werden. Auch will man sich an den künftigen Moorschnuckenwochen Anfang Oktober stärker beteiligen.
Kirchdorfs Bürgermeister Heinrich Kammacher sprach sich dafür aus, auch die gastronomischen Betriebe bei den Werbemaßnahmen mit ins Boot zu holen, "denn die profitieren von unseren Bemühungen am meisten". Am Schluss der Veranstaltung erklärte Willibald Meyer: "Über allen touristischen Überlegungen muss aber der Schutz der Moore für die Nachwelt stehen."
Winterpause
Das NIZ ist vom 15. Dezember bis zum 31. Januar geschlossen. Wir wünschen allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch.
Tourismus: Moor-Einrichtungen sollen stärker vernetzt werden
Die Teilnehmer im NIZ. Erste Reihe: Bürgermeister Lübbers, Falldorf, Schmale, Kruse, Götz und Meyer.
Die Strecke zwischen Barnstorf und Goldenstedt wurde mit Jan Spieker zurückgelegt.
(weitere 2 Bilder in der Galerie)
Kaum eine Region in Deutschland ist so reich an Moorflächen wie die Diepholzer Moordniederung, die den gesamten Kreis Diepholz und einige Teile der Kreise Vechta und Nienburg umfasst. Nun wollen einige Kommunen ihre Anstrengungen für den Moor-Tourismus stärker vernetzen.
Am vergangenen Freitag (14. November) besichtigten 22 Vertreter der Kommunen Barnstorf, Goldenstedt, Diepholz, Freistatt, Steyerberg, Wagenfeld und Uchte Einrichtungen und Aktivitäten in den Mooren der Region. Zu der eintägigen Tour hatte der Wagenfelder Bürgermeister Wilhelm Falldorf eingeladen.
Moor-Tourismus in Goldenstedt am fortschrittlichsten
Dabei wurde deutlich, dass das Naturschutz- und Informationszentrum den Moor-Tourismus am weitesten entwickelt hat. Andreas Götz, Bürgermeister aus Steyerberg, bezeichnete die hier praktizierte Integration von Moorschutz und Tourismus als gelungen und beispielhaft. Die Zusammenarbeit mit dem Umwelt-Erlebnis-Zentrum in Barnstorf sei durchaus ein Modell für die angestrebte Vernetzung der touristischen Angebote in den Mooren in der Region. Der Bürgermeister der Samtgemeinde Barnstorf, Jürgen Lübbers, will die Jan-Spieker-Bahn weiter ausbauen.
Der stellvertretende Bürgermeister aus Freistatt, Frank Kruse, sprach sich dafür aus, dass sich jede Gemeinde auf ihre besonderen Highlights konzentrieren solle. In der Vielfalt der Angebote liege die Stärke der Diepholzer Moorniederung, deren Moor- und Heideflächen durchaus die Lüneburger Heide in den Schatten stellten.
Meyer: Gemeinden sollen ihre Moorzentren stärker vernetzen
Goldenstedts Bürgermeister Willibald Meyer konnte anhand der jährlichen Besucherzahlen belegen, dass sich das NIZ als „Fenster zur Diepholzer Moorniederung“ bei Tagestouristen zunehmender Beliebtheit erfreue. Für einen mehrtätigen Aufenthalt in der Region könnten die Gäste aber nur gewonnen werden, wenn die Gemeinden in einer gemeinsamen Marketingstrategie die verschiedenen Moorzentren miteinander vernetzen.
Bei der Abschlussbesprechung in Essern stellte Reinhard Schmale, Bürgermeister der Samtgemeinde Uchte, fest: "Kein Moor sieht aus wie das andere. Deshalb sind die besichtigten Mooreinrichtungen in den Gemeinden sehr verschieden und ergänzen sich in hervorragender Weise. Von der beabsichtigten Vernetzung wird die ganze Diepholzer Moorniederung profitieren." Diese Einschätzung wurde von allen Teilnehmern der interessanten Besichtigungsfahrt geteilt, dessen Initiator, Wilhelm Falldorf, weitere Zusammenkünfte im kommenden Jahr anregte.
Einbruch im NIZ
Am vergangenen Samstag (18. November) wurde in die Werkstatt des NIZ eingebrochen. Die Einbrecher stahlen eine Bohrmaschine, zwei Akkuschrauber, zwei Schwing-, einen Trenn- und einen Bandschleifer sowie eine Kappsäge und eine Kabeltrommel.
Die Polizei Vechta bittet mögliche Zeugen, Hinweise unter der Telefonnumer 04441-9430 zu melden.
Begegnungen mit Kranichen im Moor
"Kranichbegegnungen" ermöglicht der Kranichexperte Hermann Dirks im NIZ. Am 26. Oktober und 2. November (jeweils Sonntag) zeigt er um 15 Uhr für 3 Euro pro Person seinen Diavortrag mit eindrucksvollen Naturaufnahmen über den Zug der Kraniche von den Brutgebieten in Skandinavien über die Rastgebiete in der Diepholzer Moorniederung bis zu den Überwinterungsgebieten in Spanien. Danach wird der Abendeinflug beobachtet.
Im Goldenstedter Moor sind inzwischen einige Hundert Tiere eingetroffen. In den nächsten drei bis vier Wochen wird sich die Zahl der rastenden Kraniche auf einige Tausend erhöhen.
Den Diavortrag kann man sich am 24. und 31. Oktober (jeweils Freitag) um 19 Uhr auch mit anschließendem 3-Gänge-Menü "Diepholzer Moorschnucke" (Preis 24 Euro) ansehen. Sie können sich unter der Telefonummer 04444-2694 oder per E-Mail anmelden. Zur Beobachtung des Abendflugs eignet sich sehr gut der Turm, der sich auf dem Gelände des NIZ befindet.
Parallel zur Vortragsreihe wird am 24. Oktober eine Bilderausstellung von Renate Riemer aus Sandkrug im Haus im Moor gezeigt. Sie sieht ihre Werke als ein "Naturerleben".
Apfeltag: Hunderte Besucher trotzen Wetter
Die Besucher des Apfeltages konnten sich über die verschiedenen Sorten informieren.
(Ein weiteres Bild in der Galerie)
Wetterfeste Kleidung und hinlängliche Erfahrungen mit Wetterkapriolen seitens der Aussteller: Das waren die Gründe dafür, dass am Sonntag der diesjährige Apfeltag beim "Haus im Moor" nicht ins Wasser fiel. Einige hundert Besucher aus der gesamten Region trotzden Wind und Wetter und nutzten das vielfältige Angebot "Rund um den Apfel".
"Angesichts des Dauerregens habe ich viel Verständnis dafür, dass sich der Besucherandrang in Grenzen hält", so Goldenstedts Bürgermeister Willibald Meyer: "Mein Dank gilt den Ausstellern, die ausgeharrt haben. Auch die aktiven Mitglieder und Mitarbeiterinnen des Fördervereins Goldenstedter Moor haben für ihre Ausdauer ein Kompliment verdient."
Der Apfeltag im Naturschutz- und Informationszentrum war ein Beitrag zum deutschlandweiten "Tag der Regionen". Für die Besucher gab es ein breites Angebot an Informationen über den Apfel und seine wirtschaftliche Bedeutung für die Region. Neben einer Sortenausstellung mit einigen hundert lokalen und regionalen Apfelsorten gab es Infostände mit verschiedenen Apfelprodukten. So waren, wie in den Vorjahren, die Firmen Süßmosterei Hagena und Obstanbau Otto Themann aus Lutten mit einem Stand vertreten.
Nachgefragt wurden Tipps für die Anpflanzung, Pflege, Düngung und den Schnitt von Obstbäumen. Albert Nordmann vom Obstbauberatungsring Langförden gab bereitwillig Auskunft. Im Mittelpunkt standen natürlich Fragen zum Pilzbefall von Obstbäumen.
Am Apfeltag, der von der Umweltstiftung des Kreises Vechta unterstützt wird, gab es auch einige Mitmachaktionen für Kinder. So konnten sie am Imkerstand aus Bienenwachs Kerzen ziehen oder in der Apfelscheune Apfelsaft herstellen. Im Einsatz waren die Moorbahn und die Bahn Jan-Spieker. Viel zu tun hatten die Moorhexen. Sie verkauften entweder Lose, lasen den Kindern Geschichten vor oder bastelten mit ihnen. So hatte auch ein verregneter Sonntagnachmittag im Goldenstedter Moor noch viele positive Seiten.
"Jan Spieker" pendelt am Apfeltag
Am Sonntag (5. Oktober) fährt wieder die Erlebnisbahn Jan Spieker. Sie pendelt zwischen dem Barnstorfer Umwelterlebniszentrum (BUEZ) und dem Naturschutz- und Informationszentrum (NIZ) Goldenstedt-Arkeburg. "Jan Spieker" startet um 13:30 Uhr und um 17 Uhr vom NIZ nach Barnstorf.
Beim BUEZ sind die Abfahrten Richtung NIZ um 15 Uhr und um 18:30 Uhr. Eine Platzreservierung ist bis Donnerstag unter Telefon 04444-9679842 oder per Mail an info@jan-spieker.de möglich.
Im NIZ in Arkeburg findet am Sonntag der Apfeltag statt. Von 11 bis 18 Uhr ist eine Sortenausstellung mit einigen hundert lokalen und regionalen Apfelsorten zu sehen. Im Haus im Moor werden Apfelkuchen, eine Apfel-Kartoffelsuppe und Apfelpfannkuchen serviert.
Erfolgreicher Moormarathon startet am NIZ
Viel Lob für Moormarathon in Goldenstedt Läufer und Veranstalter mit Verlauf sehr zufrieden – Sebastian Lüning schnellster Marathonläufer
Der Moormarathon im Großen Moor zwischen den Gemeinden Barnstorf und Goldenstedt hat sich einen festen Platz im Jahresablauf zahlreicher laufbegeisterter Sportler erobert. Unter den über 500 Läufern und Läuferinnen des gestrigen Moormarathons kamen sogar Teilnehmer und Teilnemerinnen aus Finnland, der Schweiz und den Niederlanden.
Pünktlich um 9 Uhr gab der Vechtaer Landrat Albert Focke in Anwesenheit des Landtagsabgeordneten Dr. Stephan Siemer den Startschuss für den Marathon und Halbmarathon. Bei angenehmer Witterung wurde der Lauf durch die spätsommerliche Moorlandschaft nicht nur zu einem Sportereignis, sondern auch zu einem erstklassigen Naturerlebnis, wie viele Läufer begeistert feststellten.
Den Marathon der Männer entschied Sebastian Lüning aus Bremen in einer Zeit von zwei Stunden und 48 Minten für sich. Bei den Frauen kam Mieke Hekkers aus den Niederlanden nach drei Stunden und 57 Minuten ins Ziel. Sieger des Halbmarathons waren Michael Reise aus Vechta mit einer Zeit von einer Stunde 21 Minute und Johanna Wieferig ebenalls aus Vechta mit einer Stunde und 34 Minuten.
Siegerehrung durch Bundestagsabgeordnete
Auch die anderen Streckenläufe, kompetent moderiert von Bernhard Keller, ausgesprochen gut. Die elf-Kilometer-Strecke absolvierte Gerrit Meyer vom MTV Barnstorf in 45 Minuten und Susanne Fröhlking vom BV Garrel in 50 Minuten. Beim 6,5-Kilometer-Moorlauf siegten Sebastian Franke aus Diepholz in einer Zeit von 27 Minuten und Inge Bittner aus Lohne mit 32 Minuten. Auch die Walkingläufer legten gute Zeiten hin. Den Bambinilauf über 500 Meter gewannen Ole Steinkamp aus Neuenkirchen mit 2:37 Minuten und Tomma Peltzer aus Dortmund in 2:41 Minuten. Gute Leistungen zeigten auch die Schüler und Schülerinnen über 1000 und 2000 m.
Die Siegerehrungen übernahmen die Bundestagsabgeordneten Gabriele Groneberg, Franz-Josef Holzenkamp und Rolf Kamer.
Die Bürgermeister Jürgen Lübbers (Barnstorf) und Willibald Meyer (Goldenstedt), bei deren Gemeinden gemeinschaftlich die Federführung des jährlich am letzten Augustsonntag beim Haus im Moor in Goldenstedt-Arkeburg stattfindende Moormarathons liegt, zeigten sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis des bundesweit einmaligen Landschaftslaufes. Sie lobten besonders den sportlichen Einsatz der Teilnehmer und die generalstabsmäßige Vorbereitung und Durchführung der verantwortlichen Organisatoren.
Dank für Unterstützung
"Ohne die Unterstützung der Feuerwehren Lutten und Goldenstedt, des Roten Kreuzes Barnstorf, der Bundeswehr, des Jugendparlaments Goldenstedt und zahlreicher ehrenamtlicher Helfer wären wir aufgeschmissen“, meinte Willibald Meyer als Vorsitzender des Fördervereins Goldenstedter Moor, bei dem seit Jahren die Hauptverantwortung für den Moormarathon liegt. Jürgen Lübbers wies ausdrücklich auf den Werbeeffekt dieser Sportveranstaltung für die ganze Region hin. "Der Begriff Moormarathon bleibt für immer mit unseren Gemeinden eng verbunden“, meinte Barnstorfs Bürgermeister, der selbst ein leidenschaftlicher Moor- Marathonläufer ist.
Die Einzelergebnisse können im Internet unter www.moormarathon.de eingesehen werden.
Naturspuren entdecken und zeichnen
Kurs im Goldenstedter Moor
Im Naturschutz- und Informationszentrum findet der Kurs "NaturSpuren – Details der Natur entdecken und zeichnen" am Samstag, den 6. September statt. In der Zeit von 10 bis 15 Uhr werden die Kursteilnehmern gemeinsam mit der Bassumer Gartenarchitektin Katja Purnhagen die harmonische Formenvielfalt der Pflanzenwelt entdecken und mit dem Stift auf Papier bringen.
Das Gelände des NIZ bietet viele Ausblicke in die eindrucksvolle Moorlandschaft und auch Einblicke in Details der Natur. Anhand von leichten Aufgaben an Blüten, Blättern und anderen Fundstücken lernen die Teilnehmer die Grundlagen des Zeichnens: Licht und Schatten, Proportionen und Perspektive sowie Komposition. Der Kurs ist auch für Anfänger geeignet. Zwischen den Zeichenübungen wird Katja Purnhagen Informationen zu Pflanzen, Natur und Landschaft geben. Die Gebühr beträgt 36,00 € (ohne Material). Die Zeichnungen und Gartenpläne der Landschaftsarchitektin werden ab den 24. August bis Anfang Oktober im Haus im Moor zu sehen sein.
Fragen und Anmeldungen nimmt Frau Purnhagen unter Tel. 04241-803594 entgegen. Weitere Informationen auf www.gruen-t-raum.de.
Moorschutz durch Entkusseln
Unterstützung durch Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg. Helfen auch Sie!
Im Goldenstedter Moor schießen die Birken wie Unkraut aus dem Boden. Diese Bäume entziehen sie dem Moor das dringend notwendige Wasser für eine erfolgreiche Renaturierung. Seit Jahren hat der Förderverein Goldenstedter Moor der Birke den Kampf angesagt. Der Förderverein ist für jede Unterstützung bei dieser Sisyphusarbeit dankbar.
Als starken Verbündeten konnte der Förderverein jetzt die Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg gewinnen. Gemeinsam will man Jugendgruppen und Schulklassen für Entkusselungseinsätze gewinnen. "Entkusselung" ist der Fachausdruck für die Beseitigung aller mooruntypischen Pflanzen. Dazu gehören neben den Birken hauptsächlich Brombeeren- und Blaubeerensträucher sowie Farnkraut.
Ein Entkusselungstag im Goldenstedter Moor soll aber nicht nur Arbeit sein. Zum Programm gehört deshalb auch eine Fahrt mit der Moorbahn unter sachkundiger Führung. So lernen die Jugendlichen die unterschiedlichen Gesichter einer Moorlandschaft kennen und erhalten zugleich die unentbehrliche Einsicht in wichtige ökologische Aspekte der gefährdeten Naturlandschaft. Sie kommen den Geheimnissen des Moores auf die Spur.
Zudem unterstreichen die Entkusselungsaktionen die vielen Möglichkeiten des NIZ für entdeckendes und handlungsorientiertes Lernen. Gleichzeitig leisten die Kinder und Jugendlichen einen konkreten Beitrag zum Natur- und Moorschutz. Erste Jugendgruppen waren unter der Anleitung von NIZ-Mitarbeitern schon im Einsatz.
Bürgermeister und Fördervereinsvorsitzender Willibald Meyer freut sich, dass die Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg das Entkusselungsprojekt finanziell unterstützt, indem sie den Entkusselungseinsatz von Schulklassen und Jugendgruppen finanziell mit einem „Naturschutzbonus“ honoriert.
Für die Kulturstiftung erklärte deren Geschäftsführer Jörg Heiduk, dass diese mit ihrer Unterstützung zum einen die Naturschutzarbeit von Kindern und Jugendlichen fördern, zum anderen aber auch das jahrzehntelange umweltpädagogische Engagement des Fördervereins Goldenstedter Moor im Naturschutz- und Informationszentrum (NIZ) anerkennen möchte.
Schulklassen und Jugendgruppen, die Interesse an dem Entkusselungsprojekt haben, erhalten nähere Informationen unter www.niz-goldenstedt.de. Anmeldungen sind ab sofort unter 04444-2694 und info@niz-goldenstedt.de möglich. Ein Infofaltblatt finden Sie hier.
Bolivianische Pfadfinder: Einsatz im Moor
Lateinamerikanische Jugendliche bauen mit deutschen Partnern Brücken im NIZ.
Seit fünf Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen den Pfadfindern des Bistums Münster und den Pfadfindern aus der bolivianischen Stadt Santa Cruz. Wichtiger Bestandteil dieser Partnerschaft sind jährliche Begegnungen, zu denen auch konkrete ökologische Projekte im Rahmen von mehrwöchigen Workcamps gehören. In diesem Jahr findet das Camp beim Haus im Moor statt.
Seit dem 8. Juli sind die bolivianischen Pfadfinder in Deutschland. Sie bleiben noch bis zum 1. August. Neben Ausflügen und Städtebesichtigungen (z.B. Münster, Bremen und Hamburg) findet ein deutsch-bolivianisches Naturschutz-Workcamp im Goldenstedter Moor statt. Zu den Aufgaben der Pfadfinder gehört auch das mühsame Entkusseln. So nennen Fachleute die Entfernung von Birkenbewuchs auf Hochmoorflächen.
Das besondere Interesse der jugendlichen Pfadfinder gilt aber dem Bau eines Stegs über die Wasserfläche vor dem Haus im Moor im Naturschutz- und Informationszentrum (NIZ) in Goldenstedt-Arkeburg. Dieser Steg besteht aus zwei kleinen Brücken, die den Moorerlebnispfad mit dem Moortunnel verbinden. Die 15 bolivianischen und rund 10 deutschen Pfadfinder haben den Ehrgeiz mit dem Brückenbau am Ende des Workcamps Mitte der kommenden Woche fertig zu sein.
Während des zünftigen Richtfestes am vergangenen Mittwoch mit den Nachbarn des NIZ, Sponsoren, freiwilligen Helfern und Gästen konnte sich auch der Vorsitzende des Fördervereins Goldenstedter Moor, Bürgermeister Willibald Meyer, von den hervorragenden Arbeiten der Pfadfinder überzeugen.
Weitere Informationen zum Workcamp auf www.dpsgmuenster.de.
Moor in Öl und Acryl
Ausstellungseröffnung im Haus im Moor
Die Hamburger Malerin Ilona Pontow-Albrecht eröffnet am Samstag, den 26. Juli um 13 Uhr ihre Ausstellung im NIZ. Ihre Bilder sind im Haus im Moor zu sehen. Das Haus im Moor ist bis zum Ende der Sommerferien täglich ab 14 Uhr und an Samstagen von 13 bis 18 Uhr und an Sonntagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Pontow-Albrecht stammt gebürtig aus dem Landkreis Diepholz. Es hat sie von Kindesbeinen an immer ins Moor gezogen. Seither ist sie begeistert von der Landschaft. Besonders faszinieren sie an der Moorlandschaft die Farbspiele und Farbnuancen. Sie malt bevorzugt Acryl-Ölmalerei und Mischtechniken. Ihr Stil ist in Anlehnung an die Worpsweder Maler mal farblich kräftig wie auch ruhig und pastellfarben.
Dritte Fahrt des "Jan Spieker"
Zwischen Barnstorf und Goldenstedt durch reizvolle Landschaft
Am Sonntag (6. Juli) fährt zum dritten Mal die Erlebnisbahn Jan Spieker. Sie pendelt zwischen dem Naturschutz- und Informationszentrum (NIZ) und dem Barnstorfer Umwelt-Erlebniszentrum (BUEZ).
Die Abfahrtzeiten sind um 13.30 und 17 Uhr beim NIZ sowie um 15 und 18.30 Uhr beim BUEZ. Eine Platzreservierung ist nicht erforderlich.
Die Fahrt führt durch die reizvolle Landschaft zwischen Goldenstedt und Barnstorf wie das Waldgebiet Markonah und kreuzt die Hunte. Ein Fremdenführer wird als der historische Hausierer "Jan Spieker" Interessantes über die Landschaften während der Fahrt berichten.
In beiden Zentren wird an dem Tag für die ganze Familie vieles geboten. So sind die Cafés geöffnet, und die Naturspielplätze laden zu Entdeckungen ein. Im BUEZ werden Führungen sowie Fahrten mit der Schmalspurbahn durch das Zentrum angeboten. Im NIZ ist der Moortunnel geöffnet, die Moorbahn lädt ins Goldenstedter Moor ein, und Biobauer Karl-Heinz Hanken bietet Snacks und Gemüse aus seinem Anbau an.
Moorbahn fährt täglich
In den Monaten Juli und August fährt die Moorbahn täglich um 15 Uhr durch das Goldenstedter Moor. Start und Ziel ist das Naturschutz- und Informationszentrum NIZ in Goldenstedt-Arkeburg.
Die Fahrt führt vorbei an Moorflächen, die sich in unterschiedlichen Entwicklungsphasen befinden. Etwa zwei Drittel der Flächen sind bereits "wiedervernässt" und werden "renaturiert", das heißt sie wurden nach Beendigung des Torfabbaus der Natur zurückgegeben. Auf den restlichen Fläche ist noch der Torfabbau zu sehen.
Nach der Fahrt durch das Goldenstedter Moor besteht die Möglichkeit den Moortunnel, einem Museum unter der Erde, zu besuchen. Hier wird Schauriges und Interessantes über das Leben im Moor gezeigt. Einen faszinierenden Blick über das Goldenstedter Moor bietet der Aussichtsturm.
Am Lehrbienenstand kommen Interessierte den Bienen ganz nah. Hinter Glasscheiben kann man sicher das Treiben im Bienenstock beobachten. Ein besonderer Spaß für Groß und Klein ist das Moortreten im Barfusspfad. Hier darf nach Herzenslust im Moor gewatet werden.
Der Ausflug in die Natur lässt sich im Haus im Moor mit Kaffee und Kuchen sowie den moortypischen Buchweizenspezialitäten, wie dem traditionellen Pfannkuchen "Jan Hinnerk", abrunden. Währenddessen können sich die kleinen Gäste auf dem Naturerlebnisspielplatz vergnügen und beispielsweise mit dem Moorkarussell fahren oder sich über die Indianerbrücke hangeln.
Scheinbar unendliche Moore
Während eines Kurzbesuches in den baltischen Ländern Lettland und Estland informierte sich Goldenstedts Bürgermeister Willibald Meyer, der auch Vorsitzender des Fördervereins "Goldenstedter Moor" ist, über die Situation der dortigen Torfwirtschaft, die enge Beziehungen zu hiesigen Firmen unterhält.
"Die Moore scheinen im Baltikum unendlich zu sein", berichtet Meyer. Noch aus Zeiten der Sowjetunion bestehen Abtorfungsgenehmigungen, die sich gerade einmal auf fünf Prozent der ganzen Moorflächen beziehen. Die "restlichen" 95 Prozent sollen im natürlichen Zustand bleiben.
Meyer: Anderer Stellenwert für Moorschutz
Für Meyer steht fest, dass die Fragen des Moor- und Landschaftsschutzes im Baltikum einen anderen Stellenwert haben als in Norddeutschland, wo es natürliche Moorflächen nur noch in einem sehr geringen Umfang gibt.
Er hält einen Gedanken- und Informationsaustausch auf europäischer Ebene über die Nutzung und Zukunft der Moore für unerlässlich. Als Tagungsort empfehle sich Goldenstedt mit dem NIZ.
Schutzgebiet für Rassebienen
Imkerverein Vechta eröffnet erste Landbelegstelle für Bienen im Goldenstedter Moor
Beim Naturschutz-und Informationszentrum (NIZ) wurde jetzt die erste Landbelegstelle für Bienen des Imkervereins Vechta eröffnet. Andreas Richter, Vorsitzender des Imkerverein Vechta, betonte, dass die hiesigen Imker nur dann möglichst sanftmütige und leistungsfähige Bienen züchten könnten, wenn auch eine eigene Landbelegstelle im Kreis existiere.
Nur dann könne die Überwachung der Paarung von Königinnen und Drohnen der Rasse Carnica, der Zuchtlinie des Imkerverbandes Vechta, gesichert werden. Umso erfreulicher sei es, dass das Veterinäramt Vechta die Landbelegstelle genehmigt und einen Schutzradius von drei Kilometern rund um die Belegstelle ausgewiesen habe. Dies sei wichtig, da die Bienenzucht erhebliche Schwierigkeiten bereite.
Honigbienen wichtig für Kultur- aber auch Wildpflanzen
Eine Königin paar sich am Anfang ihres Lebens auf ihren Hochzeitsflügen mit bis zu 25 Drohnen. Sind andere Bienenrassen in der Nähe, sei die Zuchtlinie nicht mehr rein. Laut Tierzuchtgesetz sei vorgeschrieben, dass innerhalb des Schutzradius der Landbelegstelle keine anderen Bienenrassen gehalten oder dorthin verbracht werden dürfen, so Richter.
Der Vorsitzende betonte, dass Imker den Natur-und Landschaftsschutz fördern, indem sie sich für die flächendeckende Verbreitung der Honigbiene einsetzen. Die Versorgung der Landschaft mit Bienenvölkern trage maßgeblich zur Bestäubung der Wild- und Kulturpflanzen bei. Ein besonderer Dank ging an Bernhard Wübbeler, der dem Imkerverein die Fläche für die Landbelegstelle verpachtet hat.
Bassumer Malerin stellt im Haus im Moor aus
Anita Müller zeigt Stillleben, Portraits und Landschaften
Am Sonntag, den 1. Juni eröffnet die Bassumer Malerin Anita Müller um 11 Uhr ihre Bilderausstellung im Haus im Moor. Besucher können ihr während des ganzen Tages beim Malen über die Schulter schauen.
Müllers Stil zeichnet sich durch Lebendigkeit, naturidentischen Bilderaufbau sowie Licht- und Schattenspiel aus. Zu ihrem Repertoire gehören Gegenständliches, Stillleben, Portraits und Landschaften.
Die Bilder sind im ganzen Monat Juni während der Öffnungszeiten im Haus im Moor zu sehen.
Naturschutzworkcamp im Moor
Pfadfinder aus Bolivien und Deutschland führen gemeinsames Projekt im NIZ durch
Der Diözesanverband Münster der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) veranstaltet vom 8. Juli bis zum 2. August ein Workcamp im Goldenstedter Moor. An dem Lager, das sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 21 Jahren richtet, nehmen auch 15 bolivianische Pfadfinder teil. Die DPSG Münster unterhält seit fünf Jahren eine Partnerschaft mit dem Pfadfinderverband in Santa Cruz.
Die deutschen und lateinamerikanischen Jugendlichen werden gemeinsam auf dem Gelände des Naturschutz- und Informationszentrum Goldenstedt (NIZ) zelten. Entsprechend der für Pfadfinder typischen Projektarbeit werden sie, begleitet von ihren Leitern, selbständig Maßnahmen für Naturschutz und Umweltbildung planen und durchführen. Dabei sollen sie auch den besonderen und gefährdeten Lebensraum Hochmoor mit seinen spezialisierten Pflanzen und Tieren kennenlernen.
Organisiert wird das Workcamp von der Bolivien-AG und dem Eine-Welt-Arbeitskreis der Pfadfinder in der Diözese Münster.
Wegen teurem Dollar werden Sponsoren gesucht
Der Vorsitzende des Fördervereins Goldenstedter Moor, Goldenstedts Bürgermeister Willibald Meyer, freut sich über den Naturschutzworkshop der Pfadfinder. Es sei schön, dass junge Menschen sich in den Bereichen internationale Gerechtigkeit und Naturschurschutz engagieren. Die Pfadfinder wiederum sind von der Zusammenarbeit mit dem NIZ begeistert. Jens-Uwe Pietzsch von der Bolivien-AG: "Dass die Planung für ein Projekt so unkompliziert und reibungslos klappt, ist selten."
Die DPSG möchte die Teilnehmergebühren vor allem für bolivianischen Pfadfinder möglichst gering halten. Das ist in diesem Jahr durch den Höhenflug des Euro besonders schwierig. "Die Bolivianer zahlen in US-Dollar, der in Euro immer weniger wert ist," erklärt Pietzsch. "Da wir aber nicht nur reichen Bolivianern die Teilnahme ermöglichen wollen, können wir die Gebühren nicht weiter erhöhen." Deswegen sei man auf Spendengelder angewiesen. Interessierte Sponsoren können sich direkt beim NIZ oder beim DPSG-Diözesanbüro in Münster (0251/42073) melden.
Zeit den Apfel zu ehren!
Am 5. Oktober findet der fünfte Apfeltag im NIZ statt.
Der Apfel ist die einheimische Obstsorte: Vielseitig verwendbar, lange lagerbar, reich an Kalzium, Magnesium und Vitamin C. Es gibt viele Arten mit unterschiedlichsten Aromen.
Schon die Kelten und Germanen wussten diese Frucht zu schätzen, die sie verkochten um den Saft mit Honig zu vergären. Der Ursprung des Kulturapfels ist umstritten - verbreitet ist er aber inzwischen auf der ganzen Welt.
Der Apfel - viel zu gut um auf die auf im Supermarkt erhältlichen, in Kunststofffolie gewickelten Sechserpacks der Art "Golden Delicious" reduziert zu werden. Diese - eigentlich schmackhafte - Apfelsorte wird oft auch noch auf unzureichenden Böden angebaut, so dass sie kaum Aroma bildet und den Spitznamen "Gelber Würger" bekommen hat.
Es gibt noch viele andere Sorten, jede mit besonderen Eigenschaften: Den sauren Boskoop, den harten Braeburn (der allerdings schnell mehlig wird), der wohlschmeckende Cox Orange (den aufgrund eines niedrigen Allergengehaltes auch viele Allergiker essen können), den säuerlichen Gloster und tausende Sorten mehr.
Es ist also an der Zeit, den Apfel zu ehren!
Der Förderverein Goldenstedter Moor tut dies mit dem Apfeltag, der am 5. Oktober (von 11 bis 18 Uhr) bereits das fünfte Mal auf dem NIZ-Gelände stattfindet. Dieser Tag soll bei den Besuchern das Interesse wecken für das Obst aus der Region. Dazu werden ihnen Informationen über lokale und regionale Obstsorten sowie Leistungssorten geboten. Traditionelle und moderne Anbausorten werden erklärt, die Weiterverabeitung von Früchten, die Neuanlage von Obstwiesen und deren ökologische und historische Bedeutung.
Verschiedene Aussteller werden zahlreiche Produkte rund um das (meist) rotbackige Obst zeigen. Außerdem werden verschiedene Obstsorten ausgestellt werden.
Die Wahl des "Apfel des Jahres", eine Apfelsortenbestimmung (bringen Sie also Früchte aus Ihrem Garten mit) und Saftpressen sollen das Programm genauso abrunden wie Spiele für Kinder, Kaffee und selbstgebackener Apfelkuchen und eine Tombola.
Gefördert wird der Apfeltag von der Stiftung für Umwelt- und Naturschutz im Landkreis Vechta.
Wollgrasblüte zu Pfingsten
Das Schmalblättrige Wollgras übernimmt eine wichtige Funktion bei Torfbildung und Moor-Renaturierung
Zusätzliche Moorbahnfahrten
Rechtzeitig zu Pfingsten beginnt die so genannte Wollgrasblüte im Goldenstedter Moor. Die Natur lädt Naturfreunde zu einem Besuch ins Naturschutz- und Informationszentrum in Goldenstedt-Arkeburg ein.
Die Moorbahn fährt an diesem Wochenende am Samstag, den 10. Mai um 15 Uhr, am Pfingstsonntag, den 11. Mai um 10 Uhr, 13:30 Uhr, 15 Uhr und 16:30 Uhr. Am Pfingstmontag, den 12. Mai startet die Bahn um 15 Uhr. An allen Tag ist auch das Haus im Moor geöffnet.
Das Wollgras zeigt sich mit der "Wollgrasblüte" von seiner schönsten Seite. Allerdings ist die Bezeichnung Wollgrasblüte fachlich nicht ganz richtig. Die langen Blütenhüllfäden der Früchte bilden den bezeichnenden weißen Wollschopf der Wollgräser. Die eigentliche Blüte findet ein paar Wochen vorher statt.
In den hiesigen Mooren unterscheidet man das Schmalblättrige Wollgras und das Scheidige Wollgras. Sie gehören zur Familie der Sauergrasgewächse und sind die Charakterpflanzen der Hoch- und Zwischenmooren. Mit den faserig zerfallenden Blättern trägt das Wollgras wesentlich zur Torfbildung bei.
In Hochmoor-Renaturierungen nach industriellem Torfabbau übernimmt es eine wichtige Funktion als Erstbesiedler der vegetationslosen Torfflächen.
Am 1. Mai ins Goldenstedter Moor
Für viele Freunde des Goldenstedter Moores ist es zur Tradition geworden, am 1. Mai ins Naturschutz- und Informationszentrum NIZ in Goldenstedt-Arkeburg zu kommen um den traditionellen Buchweizenpfannkuchen zu essen.
Im Haus im Moor wird ab 11.00 Uhr nicht nur der Pfannkuchen Jan Hinnerk mit Preiselbeeren und Schwarzbrot serviert, sondern auch mit Matjes. Auf der großzügigen Terrasse können Besucher bei Kaffee und Kuchen die Schönheit der Moorlandschaft genießen und dem Konzert der Frösche lauschen. Jetzt zeigt sich das Moor mit der beginnenden Wollgrasblüte von einer besonders schönen Seite, welche das Moor in eine weiße Landschaft verwandelt.
Die Moorbahn fährt an diesem Tag um 13 Uhr, 15 Uhr und um 16.30 Uhr. Während einer Moorbahnfahrt können Besucher Interessantes über Pflanzen und Tiere, die Renaturierung und vieles mehr von einem fachkundigen Referenten erfahren.
Das lange Wochenende nutzen sicherlich viele für einen Ausflug in Natur. Am Freitag, den 2. Mai startet die Moorbahn um 14.30 Uhr, am Samstag, den 3. Mai um 11 Uhr und 15.00 Uhr sowie am Sonntag, den 4. Mai um 15.00 Uhr.
In die geheimnisvolle Tiefe des Moores "entführt" der Moortunnel die Besucher. Hier wird Schauriges und Interessantes über das Leben im Moor gezeigt. In die Höhe führt das Moorbioskopion die Besucher, denn von hier aus hat man einen faszinierenden Blick über das Goldenstedter Moor.
Für kleine und große Besucher steht ein Naturerlebnisspielplatz auf dem Gelände bereit. Beispielweise kann mit einer Indianerbrücke ein Teich überquert, vom Hexenturm gerutscht und mit einem Wellen-Karussell gedreht werden.
"Großer Bahnhof": Saisonstart des "Jan Spieker"
Erlebnistag zur ersten öffentlichen Fahrt des Zuges, der zukünftig zwischen dem Goldenstedter Moor und Barnstorf pendelt.
"Großer Bahnhof" beim Naturschutz- und Informationszentrum (NIZ) in Goldenstedt-Arkeburg: In zwei Richtungen starteten gestern die Züge: Die Moorbahn auf Exkursion ins Goldenstedter Moor, "Jan Spieker" in Richtung Barnstorfer Umwelt-Erlebnis-Zentrum (BUEZ). Es waren die ersten öffentlichen und zudem kostenlosen Fahrten der Erlebnisbahn.
Vielfältiges Angebot
Entsprechend groß war der Andrang. Wer nicht mitfahren wollte oder konnte oder auf Angehörige warten musste, nutzte der vielfältige Angebot, das der Förderverein auf dem Gelände des NIZ organisiert hatte. Viele Aussteller präsentierten altes Handwerk wie Polstern, Stuhlflechten, Tischlern, Weben und Spinnen. Der Imkerverein Vechta informierte über historische und moderne Imkerei. Die Bienen nutzten ebenso wie die NIZ-Besucher das frühlingshafte Wetter zum Ausflug.
In einem alten Handtorfstich demonstrierte Naturfreund Heino Muhle, wie die Menschen früher den Torf vor allem als Brennmaterial gestochen haben. Im alten Schafstall präsentierte das Heimatmuseum Goldenstedt historische Haushaltsgeräte und bot neben Kilmerstuten leckere Brotsuppe an, die früher in den Proviantkorb eines jeden Torfstechers gehörte. Kinder konnten Bienenwachskerzen ziehen und sich an einer "Jan-Spieker-Rallye" beteiligen.
"Jan Spieker" fährt bis Oktober jeden Sonntag
Gleich zweimal trat der Goldenstedter Kinderchor auf. Der präsentierte das neue Jan-Spieker-Lied beim NIZ und auch beim BUEZ, wo zum ersten Mal ein Frühlings-Gartenfest stattfand, bei dem 30 Aussteller aus der Region ein großes Angebot für Garten und Ambiente präsentierten.
Die Erlebnisbahn "Jan Spieker" fährt bis Oktober an jedem ersten Sonntag eines Monats vom BUEZ zum NIZ und kann auch von Gruppen gemietet werden (Telefon 04444/ 9679842).
Gerhard Lauer, Oldenburgische Volkszeitung
Jan Spieker kehrt zurück
Sonntag, 20. April beim Naturschutz- und Informationszentrum im Goldenstedter Moor: Viel Trubel wegen der ersten öffentlichen Fahrt von "Jan Spieker". Der Jan-Spieker-Zug, nicht zu verwechseln mit der Moorbahn, wird an diesem Tag zwischen dem Barnstorfer Umwelt-Erlebniszentrum (BUEZ) und dem Naturschutz- und Informationszentrum Goldenstedt (NIZ) pendeln.
Der Jan-Spieker-Zug ist nach einem Kiepenkerl benannt, der 1828 auf dem Weg zwischen Lutten (heute Teil der Gemeinde Goldenstedt) und Barnstorf im Moor versank. Erst 150 Jahre später konnten einige seiner Habseligkeiten geborgen werden, die inzwischen im Moortunnel ausgestellt werden.
Mit dem Jan-Spieker-Zug sicherer durch das Moor als Jan Spieker
Mit dem neuen "Jan Spieker" können die Fahrgäste komfortabler zwischen den beiden Gemeinden reisen - und sicherer. Dabei werden sie das Moor und die Landschaft der Hunte genießen können.
Am Tag der ersten öffentlichen Fahrt wird allen Interessierten in den beiden Zentren allerhand geboten.
Das Motto im NIZ lautet "Jan Spieker kehrt zurück". Auf dem Gelände im Goldenstedter Moor werden viele Aussteller Handwerkstechniken aus der Zeit des historischen Jan Spieker zeigen. Beispielsweise werden eine Stuhlflechterin, eine Polsterin und eine Tischlerin ihre Gewerke vorstellen, der Imkerverein wird über die historische und moderne Imkerei informieren, das Strohmuseum Twistringen wird Strohhüte nähen. Zwei Schüler werden die Technik des Spinnens und Webens zeigen und der Goldenstedter Naturfreund Heino Muhle wird historischen Handtorfstich demonstrieren.
Umfangreiches Programm und lokale Spezialitäten
Auch für Kinder wird vieles geboten. So können sie Bienenwachskerzen ziehen und an einer Jan-Spieker-Rallye teilnehmen. Der Kinderchor aus Goldenstedt wird um 15 Uhr auf dem NIZ-Gelände das Lied von Jan Spieker singen. Unterstützt werden sie vom Sänger Franz Beering.
Aus dem Kleinen Museum vom Heimatverein Goldenstedt werden Ausstellungsstücke aus dem Haushalt im Moor ausgestellt. Dazu werden das traditionelle Mooressen Brotsuppe mit Kilmerstuten serviert. Natürlich werden im Haus im Moor neben Kaffee und Kuchen der Buchweizenpfannkuchen Jan Hinnerk mit Matjes serviert.
Abfahrtszeiten von Zug und Shuttle-Bus
Natürlich können die Besucher mit dem Jan-Spieker-Zug vom BUEZ zum NIZ und zurück fahren. In Barnstorf startet der Zug um 11 Uhr, um 14 Uhr und um 17 Uhr; am NIZ um 12:30 Uhr, um 15:30 Uhr und um 18 Uhr.
Zusätzlich wird ein Shuttle-Bus eingerichtet, der um 15 Uhr, 16 Uhr, 17 Uhr, 18 Uhr vom NIZ zum BUEZ fährt und um 14:30 Uhr, 15:30 Uhr, 16:30 Uhr, 17:30 Uhr und 18:30 Uhr in die entgegengesetzte Richtung.
Mohrbahnfahrten zu Ostern
An den Osterfeiertagen fährt die Moorbahn am Karfreitag, Karsamstag und an beiden Ostertagen jeweils um 15 Uhr ab dem Bahnhof am Haus im Moor.
Neues Zuhause für zehn "Carnica"-Völker
Der Imkerverein Vechta hat beim Naturschutz- und Informationszentrum (NIZ) in Goldenstedt-Arkeburg den Lehrbienenstand erweitert. Mit der neuen Saison werden hier zehn Zuchtvölker der "Carnica"-Biene ein neues Zuhause haben. Zugleich wurde eine Schutzzone mit einem Durchmesser von drei Kilometern ausgewiesen. In dieser Zone dürfen nur Bienen aus dieser Zuchtlinie ausgesetzt werden.
Imker, die ihre Völker hier aussetzen möchten, müssen sich unter Angabe des Zeitpunktes und der Menge anmelden bei Andreas Richter, dem Vorsitzenden des Imkervereins Vechta (Telefon 04441/859625, imkervereinvechta@ewetel.net) oder Johann Lietke (Telefon 04441/83110). Die beiden betreuen den Bienenstand.
Bei der Erweiterung handelt es sich um eine so genannte "Landesbelegstelle", sagt Richter. Die Königinnen aus dem Moor können hier hingestellt werden, um sie von den hier gezüchteten Drohnen begatten zu lassen. Der neue Stand, den neben Lietke auch Alexander Peil, Markus Hirndorf, Paul Lanfermann, Viktor Streich und Waldemar Dück in ehrenamtlicher Arbeit errichtet haben, sei von der Landwirtschaftskammer finanziell unterstützt worden, so Richter.
Der Verein habe eine historische Form gewählt und naturbelassenes Material verwandt. "Dazu kommt eine optimale Umgebung", freut sich der Vereinsvorsitzende. Nun gelte es, drei Jahre lang Erfahrungen zu sammeln, um dann vom Landesverband als "Landesbelegstelle" anerkannt zu werden. Der Imkerverein nutzt den Lehrbienenstand neben Zuchtzwecken auch für Schulungen von Neu- und Jungimkern. Hier könne in Verbindung mit dem Grundlehrgang an der Imkerschule in Langförden praktisch geübt werden. Diese Lehrgänge starten immer im Januar. Außerdem werden hier unterschiedliche Kästen und Körbe für die Bienenstöcke gezeigt. Auf einer Informationstafel sollen demnächst die Besucher des NIZ über die Bienenzucht informiert werden.
Gerhard Lauer, Oldenburgische Volkszeitung
Wollgras blüht besonders früh
Die Blüten des Wollgrases sind in diesem Jahr besonders früh zu sehen...
(Ein weiteres Bild in der Galerie)
In diesem Jahr hat die Blüte des Wollgrases im Goldenstedter Moor ein paar Wochen früher als sonst begonnen. Eigentlich blüht es zwischen März und Mai, der Grund für den Frühstart ist der milde Winter.
Die weißen Wedel, die Wattebällchen oder Wolle ähneln und der Pflanze ihren Namen gaben, sind allerdings erst später im Sommer zu sehen. Denn dabei handelt es sich nicht um die Blüten, sondern um die Fruchtstände.
Ludwig Bergmann ist tot
Er war ein erfolgreicher Unternehmer, passionierter Jäger und engagierter Naturschützer. Am Samstag starb Ludwig Bergmann nach schwerer Krankheit. Er wurde 62 Jahre alt.
Mit großem Engagement und beruflichem Geschick entwickelte Bergmann das von seinem Großvater im Jahr 1896 gegründete Unternehmen zu einem der weltweit führenden Hersteller von Landmaschinen.
Sein Hobby war die Jagd, der er sich als stellvertretender Hegeringleiter widmete. Engagiert trat er auch für die Pflege von Natur und Landschaft ein. So gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins Goldenstedter Moor. Erfolgreich setzte er sich dafür ein, das Dreiecksmoor in der Pflege der Naturfreunden zu belassen.
Die Beisetzung ist am Freitag (8. Februar) um 15 Uhr von der katholischen Friedhofskapelle aus.
Gerhard Lauer, Oldenburgische Volkszeitung
"Jan Spieker" wieder zwischen NIZ und Nabu
"Jan Spieker" rollt wieder. Nachdem einige technische Mängel behoben worden sind, ist der Zug, der auch das Nabu-Erlebniszentrum in Barnstorf und das Naturschutz-Informationszentrum in Goldenstedt miteinander verbinden soll, wieder unterwegs.
Das teilte Jürgen Lübbers, Bürgermeister der Samtgemeinde Barnstorf, auf Anfrage mit. Der letzte Einsatz sei jetzt erst kürzlich am ersten Adventswochenende gewesen, so Lübbers. Allerdings sei "Jan Spieker" derzeit nur mit einem Waggon unterwegs.
Nach den ersten Probefahrten habe sich herausgestellt, dass die Luftfederung nicht den Ansprüchen genügt habe. Der Zug solle vor allem über wenig befahrene Nebenstraßen rollen, die auch ,,mal in schlechtem Zustand sein können". Das sei nachgebessert worden, so Lübbers. Auch die Absperrketten, die von den Mitfahrenden schwer zu öffnen gewesen seien, habe die Herstellerfirma verändert beziehungsweise werde sie noch tun.
"Nach Gesprächen mit der Firma in Klagenfurt hat sich heraus gestellt, dass das nicht hier gemacht werden kann", so der Bürgermeister. Deshalb sei zunächst der eine Waggon dorthin transportiert worden. Nun sei dieser zurück und im Einsatz, der zweite zur Reparatur. "Die Sicherheit der Fahrgäste", so Lübbers, "sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen".
Gerhard Lauer, Oldenburgische Volkszeitung
Moor bei 1,23 Millionen Menschen zu Hause
Am Montag dem 26. November 2007 sahen 1,23 Millionen Menschen den "Lokalseiten"-Beitrag im ARD-Buffet über das Goldenstedter Moor. Das entspricht einem Marktanteil 15,7 Prozent. Der Beitrag war am 9. November gedreht worden.
Auch die anderen Sehenswürdigkeiten aus dem Landkreis Vechta erreichten gute Quoten. Im Schnitt sahen sogar 1,26 Millionen Zuschauer die Beiträge. Die Quote lag damit um 120.000 höher als der bisherige Jahresschnitt der Sendung.
In der Oldenburgischen Volkszeitung äußerte sich der Moderator Bernd Schröder positiv über den Landkreis Vechta: "Die Region gefällt mir sehr gut. Ich habe die Leute hier als sehr offen, gastfreundlich und hilfsbereit kennengelernt."
Hiesige Moorleiche in der ARD
Die Wetterbedingungen sind nicht die besten, als das Team des Südwestrundfunks (SWR) in das NIZ kommt, um dort einen Beitrag für das ARD-Buffet zu drehen. Seit Tagen hatte es geregnet, die Wege ins Moor sind verschlammt, die Gleise der Moorbahn oft nicht zu sehen. Am Tag des Drehs wechseln Sonne und Regenschauer sich ab. Mal ist es hell und freundlich, dann wieder ziehen dunkle Wolken auf und schicken Regen wie Bindfäden zur Erde. Schwierig, bei solch einem Wetter wie geplant zu filmen.
Aber andererseits bekommen die Journalisten so einen besseren Eindruck, was für eine unwirtliche Gegend das Moor in früheren Zeiten war. Und es geht ihnen um einen Blick in die Vergangenheit des Goldenstedter Moores.
Genauer: Es geht um die Geschichte von Jan Spieker. Der versank 1828 im Moor. Seine Leiche konnte in dem sumpfigen Gebiet nicht geborgen werden. Erst 150 Jahre später gelang es, seine Überreste auszugraben: Eine Jacke, ein Knopf, ein paar Münzen und sein Gebetbuch.
Jetzt fährt das SWR-Team mit dem Goldenstedter Kinderchor per Bahn ins Moor. Unter der Leitung von Holger Schlömer erzählen die Kinder in einem Lied die grausige Geschichte Jan Spiekers, dessen Jacke im Moortunnel ausgestellt ist. Komponiert wurde das Stück von dem Goldenstedter Sänger Franz Behring. Dann berichtet auch Willibald Meyer, Goldenstedter Bürgermeister und Vorsitzender des Fördervereins Goldenstedter Moor, vom Ende des Jan Spieker. Meyer trägt dabei zeitgenössische Kleidung und Holzschuhe - er stellt den Unglücksraben dar.
TV-Autor Daniel Richter und Moderator Bernd Schröder sind zufrieden, als alles im Kasten ist. Das Goldenstedter Moor war die letzte Station, nachdem sie innerhalb von zwei Tagen an an vier anderen Standorten im Landkreis Vechta gedreht hatten.
Der Beitrag über das Moor wird am 26. November in der Sendung ARD-Buffet (12:15 bis 13 Uhr) gezeigt. Die anderen Stücke aus Vechta werden an den vier darauf folgenden Tagen gesendet.
Das Interesse des TV-Teams an dem Schicksal Jan Spiekers hat Meyer, Schlömer und Behring auf eine neue Idee gebracht: Sie wollen dazu jetzt ein Musical schreiben. An der Story basteln sie bereits.
Dreharbeiten im Moor
Am 9. November wird ein TV-Team des Südwestrundfunks (SWR) beim Haus im Moor einen Beitrag für die Sendung ARD-Buffet drehen. Die Journalisten werden voraussichtlich von 12 bis 15:30 Uhr im NIZ tätig sein, der Beitrag wird zwischen dem 26. und 30. November ausgestrahlt werden.
Neben dem Haus im Moor wird auch an vier anderen Standorten im Landkreis Vechta gedreht werden: Auf dem Bussjans-Hof in Schwege bei Dinklage, auf dem Gänsehof Tapphorn in Brockdorf, im japanischen Garten von Josef Meyer in Mühlen und bei Familie Stukenborg in Vechta.
Leser der Oldenburgischen Volkszeitung hatten insgesamt zehn Standorte vorgeschlagen, aus denen die SWR-Redaktion dann die genannten fünf auswählte.
Vogelschutz: Keine Moorbahnfahrten bis März
Weil im Winter viele verschiedene Vogelarten auf ihrem Weg in die Winterquartiere im Goldenstedter Moor rasten (zum Beispiel Kraniche und Graugänse) oder hier überwintern (darunter Sing- und Zwergschwäne), finden zwischen Anfang November und Ende Februar keine Moorbahnfahrten statt. Denn diese würden die Vögel zu sehr stören.
Ab Anfang März fährt die Moorbahn wieder: jeden Samstag und Sonntag um 15 Uhr sowie nach Voranmeldung von Gruppen jederzeit.
Kraniche im Goldenstedter Moor
Die diesjährige Rast der Kraniche in der Diepholzer Moorniederung, zu der das Goldenstedter Moor gehört, hat begonnen. Auf ihrem Weg in ihre Winterquartiere in Nordafrika und auf der Iberischen Halbinsel machen jedes Jahr immer mehr der zweitgrößten Zugvögel (nach dem Storch) bei uns Station.
Am Montag, 15. Oktober, wurden bereits 1938 Tiere im Goldenstedter Moor gezählt. Das sind weit mehr, als in den vergangen Jahren Mitte Oktober gesichtet wurden. Die steigenden Rastzahlen sind ein Ergebnis der erfolgreichen Wiedervernässung im Goldenstedter Moor.
Die Kraniche suchen tagsüber auf den Ackerflächen rund um das Goldenstedter Moor nach Nahrung. Abends fliegen sie dann tiefer in Moor, wo sie meist auf wiedervernässten, abgetorften Flächen in knietiefem Wasser schlafen.
Ausführliche Infos über die Kraniche, ihre Rast im Goldenstedter Moor sowie Tipps zu ihrer Beobachtung finden Sie in unserem Kranich-Special.
Auch möchten wir Sie auf mehrere Veranstaltungen im November hinweisen, bei denen Sie den abendlichen Einflug der Vögel beobachten können.
Das Haus im Moor als Sammlerobjekt
Das NIZ ziert ersten “Goldenstedt-Becher”
Bei offiziellen Anlässen steht der Bürgermeister der Gemeinde Goldenstedt selten mit leeren Händen da. Ob Schüler aus Polen, Pfadinder aus Bolivien oder Gäste aus der Normandie zu Besuch sind oder ein Staatssekretär sich mit den Ratsherren über den Klimawandel austauscht - immer gibt es ein kleines Willkommensgeschenk. Bisher waren das meist Chroniken oder Bildbände über die Gemeinde. In Zukunft werden Gäste aber auch einen “Goldenstedt-Becher” erhalten. Der erste der Becher, die als Reihe herausgegeben werden sollen, behandelt das Thema “Natur” und zeigt neben dem Hunte-Informationszentrum (HIZ) und einem Moorfrosch vor allem das Haus im Moor.
Die Idee stammt von Meike Wollering. Sie unterhält im Zentrum Goldenstedt ein Spielwarengeschäft und stieß auf einer Spielzeugmesse auf Becher mit Städte-Motiven. Wollering betont, dass die Becher lebensmittelecht und handbemalt. So sei jedes Stück ein Unikat.
“Die Becher sind auch ein originelles Willkommensgeschenk für Familien, die wir bei der Geburt eines Kindes besuchen”, sagt Bürgermeister Willibald Meyer. Für zukünftige Motive der Serie kämen die Kirchen der Gemeinde in Frage oder markante Objekte aus den Bauerschaften, führt Meyer aus. Und Wollering ergänzt, dass die Becher sich wegen der wechselnden Motive auch als Sammlerobjekt eignen.
Der Goldenstedt-Becher kann im Haus im Moor erworben werden, beim Gäste- und Touristikverein Goldenstedt und im Spielwarengeschäft Wollering.
Moormarathon ein voller Erfolg
600 Athleten laufen im Goldenstedter Moor
"Die Strecke ist anstrengender als bei anderen Läufen, aber es hat viel Spaß gemacht. Es ist eine schöne Veranstaltung," schwärmte gestern – noch ein bisschen außer Atem – Silvia Koditek über den 5. Moormarathon im Goldenstedter Moor. Die Sportlerin von den "Waldschleichern Lohne" hatte zuvor in der Disziplin des Halbmarathons als erste Frau die Ziellinie überquert. Für die 21 Kilometer brauchte sie eine Stunde und 36 Minuten. Das ist zwar nicht ihre Bestleistung – die sei in so einem anspruchsvollen Gelände wie dem Moor auch gar nicht drin – aber dennoch wirkt Koditek zufrieden. Sie will 2008 wieder dabei sein.
Auch ihr Trainingspartner Michael Reise, der den Halbmarathon der Männer gewann, will im nächsten Jahr wieder teilnehmen. Er sieht den Vorteil des Moormarathons darin, das auch die Familie 2etwas davon habe", sie könne während des Laufes auf dem Gelände des Haus im Moor etwas unternehmen.
600 Läufer in den verschiedenen Disziplinen
In diesem Jahr starteten über 600 Läufer aus ganz Deutschland und den Niederlanden, von denen 380 zum Halbmarathon antraten und 82 zum Marathon. Weitere Sportler nahmen an Läufen über 6,5 und elf Kilometer teil. Diese Distanzen konnten die Teilnehmer auch im "Nordic Walking" bewältigen. Außerdem starteten Schüler und "Bambini" zu Läufen über 1000 und 500 Meter. Das Wetter war dank leichter Bewölkung ideal: trocken, aber nicht zu heiß. Allerdings machte der Wind, vor dem es in der flachen Landschaft keinen Schutz gibt, einigen Läufern zu schaffen.
Die Marathonstrecke führte vom Naturschutz- und Informationszentrum (NIZ) vorbei an wiedervernässten Flächen bis in die Gemeinde Barnstorf und von dort in einem großen Bogen wieder zum Startpunkt. Die Feuerwehren Goldenstedt und Lutten stellten gemeinsam mit der Marienschule, dem Jugendparlament Goldenstedt und dem Roten Kreuz Barnstorf Streckenposten und versorgten die Sportler mit Wasser und Obst. Eine Bundeswehreinheit aus Diepholz hatte ein Sanitärzelt mit Duschen aufgebaut.
Gestartet wurden die Läufe vom Vechtaer Landrat Albert Focke. Die Siegerehrungen nahmen dessen Diepholzer Kollege Gerd Stötzl, die Bürgermeister Goldenstedts und Barnstorf, Willibald Meyer und Jürgen Lübbers sowie die Bundestagsabgeordneten Rolf Kramer (Diepholz) und Angelika Brunkhorst (Oldenburg Land) vor.
Veranstaltet wurde der Moormarathon vom Förderverein Goldenstedter Moor, den Gemeinden Goldenstedt und Barnstorf, dem NABU-Umwelterlebniscentrum Barnstorf und den Sportvereinen TuS Frisia Goldenstedt, MTV Jahn Barnstorf, TSV Drebber.
Bürgermeister Meyer, der auch Vorsitzender des Fördervereines Goldenstedter Moor ist, zeigte sich zufrieden mit der Organisation des Ereignisses. Der 5. Marathon im Goldenstedter Moor sei ein voller Erfolg gewesen und ein tolles Erlebnis für alle Beteiligten. Meyer: "Ich freue mich schon auf das nächste Jahr."
Die Ergebnislisten finden Sie auf www.moormarathon.de.

