Dem Moorfrosch auf der Spur
Moritz (vorne) erläutert vor Ort, warum die Lebensbedingungen für den Moorfrosch nicht optimal sind.
Der Bestand der seltenen Amphibien im Goldenstedter Moor soll erfasst und dann besser geschützt werden
Am Nordrand des Goldenstedter Moores, in der Nähe des Haus im Moor, gibt es ihn noch, den Moorfrosch. Der färbt sich im Frühjahr blau und trifft deswegen bei Biologen und Naturfreunden auf ein besonderes Interesse.
Allerdings bieten die Gewässer und deren Umfeld keine optimalen Lebensbedingungen, so dass der Moorfrosch dort immer seltener vorkommt. Besucher des Naturschutz- und Informationszentrums (NIZ) bekommen ihn nur noch sehr selten zu Gesicht.
Deshalb starteten die Goldenstedter Naturfreunde mit finanzieller Hilfe der Bingo-Umweltlotterie ein Projekt, das flächendeckend das Moorfroschvorkommen im Goldenstedter Moor erfassen, die Gewässergüte bestimmen und Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensräume für den Moorfrosch erarbeiten soll.
Unter der Leitung des Biologen Volker Moritz aus Oldenburg wurden in diesen Tagen im Haus im Moor die einzelnen Arbeitsschritte festgelegt.
Gefahr des Aussterbens bannen
Laut dem Vorsitzenden der Goldenstedter Naturfreunde, Walter Michalik, stellt das Moorfrosch-Projekt einen konkreten Beitrag zum Artenschutz dar: "Wir wollen durch die ökologischen Aufwertung der betroffenen Wasserflächen erreichen, dass sich die Moorfrösche wieder im Goldenstedter Moor wohlfühlen. Nur dann wird deren Population steigen und die Gefahr des Aussterbens gebannt."
Das Projekt wird auch vom Förderverein Goldenstedter Moor sowie von der Stiftung für Umwelt- und Naturschutz (SUN) des Landkreises Vechta unterstützt.

