Erste Moorbahnrallye: Gelungene Testfahrt
Die erste internationale Moorbahnrallye findet am 12. und 13. September in der Diepholzer Moorniederung statt. An fünf verschiedenen Moorbahnstandorten haben die Freunde der Feldbahn die Gelegenheit, insgesamt 25 Kilometer mit ihren Schmalspurgefährten zurückzulegen. Handbetriebene und motorisierte Draisinen können genauso an den Start gehen wie kleine Lokomotiven, mit Ausnahme von Dampfloks.
Am vergangenen Sonntag (26. April) unternahmen die Vorsitzenden der Moorbahn "Uchter Moor" und des Fördervereins Goldenstedter Moor, Hans-Hermann Reinkemeyer und Willibald Meyer, mit einer motorisierten Draisine eine Testfahrt. Dabei konnten sie sich davon überzeugen, dass die Fahrten an den relativ weit verstreuten Standorten in den Gemeinden Goldenstedt, Barnstorf, Freistatt, Wagenfeld und Uchte zeitlich an einem Wochenende bequem zu schaffen sind.
Der Start erfolgte morgens beim Haus im Moor. Unzählige Schwärme von Libellen boten vor der Kulisse schier endloser Wollgrasflächen ein einmaliges Naturschauspiel und ließen die Fahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.
Die zweite Station war das Barnstorfer Umwelt- und Erlebniszentrum (BUEZ). Das dortige Schienennetz erschließt hier ein acht Hektar großes Areal mit einer beeindruckenden biologischen Vielfalt. Außerdem können dort, auch im Vorbeifahren mit der Moorbahn, Demonstrationsanlagen zu regenerativen Energien in Augenschein genommen werden. Im BUEZ erlaubte das rundum erneuerte Schienennetz ein etwas schnelleres Tempo als im Goldenstedter Moor.
Um die Mittagszeit wurde das Schmalspurgleis in Freistatt getestet. Auch hier hinterließen durchfahrenen Moorflächen unvergessliche Eindrücke bei den Testfahrern. Im Sinnesgarten in Freistatt hatte dessen stellvertretender Bürgermeister Frank Kruse zum Mittagsimbiss eingeladen.
Meyer: Moorbahnrallye soll Spaß machen und nicht in Stress ausarten
Am Sonntagnachmittag ging es dann nach Ströhen in der Gemeinde Wagenfeld, wo die Probefahrer vom ersten Vorsitzenden "Ströher Dorfleben", Klaus Ulmann, in Empfang genommen wurden. Auf der drei km langen Bahnstrecke konnte nur ein kleiner Teil befahren werden, da die Gemeinde Wagenfeld zur Zeit dabei ist, ihre moortouristische Infrastruktur zu erweitern. Gegen Abend wurde schließlich das Schienennetz in Essern (Samtgemeinde Uchte) getestet, wo der Feldbahnliebhaber Hans-Hermann Reinkemeyer zu Hause ist.
Dieser zeigte sich am Ende der Testfahrt von den Einsatzmöglichkeiten der Feldbahn an den fünf Moorbahnstandorten sehr angetan. Er ist davon überzeugt, dass die Moorbahnrallye unter den Feldbahnfreunden große Resonanz finden wird. "Es ist schon gut, dass wir von Anfang an zwei Tage für die Rallye eingeplant haben. Sie soll ja allen Spaß machen und nicht in Stress ausarten", erklärte Goldenstedts Bürgermeister Willibald Meyer.
Interessenten, die an der Moorbahnrallye teilnehmen möchten, erhalten nähere Informationen bei Hans-Hermann Reinkemeyer (Telefon 05777/961385).

