Frühlingsboten: Erste Moorfrösche beim Haus im Moor
Mit den steigenden Temperaturen tauchen auch die ersten Moorfrösche im Goldenstedter Moor auf. Die Tiere sind aufgrund ihrer blauen Färbung im Frühjahr zwar gut zu erkennen, aber nicht mehr oft zu finden. Die Gewässer im Randbereich des Moores bieten ihnen heute keinen optimalen Lebensraum mehr, denn die Wasserqualität leidet unter der umliegenden intensiven Landwirtschaft. Außerdem sind die ehemaligen Abtorfflächen noch zu trocken.
Gemeinsam mit den Goldenstedter Naturfreunden und finanzieller Unterstützung durch die Bingo-Umweltlotterie sowie die Stiftung für Umwelt- und Naturschutz (SUN) des Landkreises Vechta hat das Naturschutz- und Informationszentrum (NIZ) deshalb bereits im letzen Jahr ein Projekt zur Untersuchung des Moorfroschvorkommens im Goldenstedter Moor ins Leben gerufen. Auch die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) Goldenstedt ist als Projektpartnerin beteiligt.
Unter Leitung des Biologen Volker Moritz aus Oldenburg sind schon eine Reihe von Voruntersuchungen und vorbereitenden Arbeiten durchgeführt worden. Mit dem beginnenden Frühjahr erfolgen nun fortlaufend Messungen von unterschiedlichen Gewässerparametern. Dabei werden in regelmäßigen Abständen pH-Wert, Sauerstoffgehalt und die Wassertemperatur gemessen und verschiedenen chemische Analysen durchgeführt. Alle Ergebnisse werden in Messtabellen festgehalten, die in der Schlussphase des Projektes ausgewertet werden und als Grundlage für die Erstellung eines Maßnahmenkataloges zur ökologischen Aufwertung der Gewässer genutzt. So sollen dem Moorfrosch wieder auf Dauer Lebensräume im Goldenstedt Moor gesichert werden.

