Moortourismus: Gemeinsame Vermarktung gestartet
Kommunen der Diepholzer Moorniederung wollen Moortourismus als Chance für die Region nutzen
Vertreter der Städte, Gemeinden und Landkreise in der Diepholzer Moorniederung sowie der Dümmerweserland-Touristik trafen sich am vergangenen Mittwoch (7. Januar) in Goldenstedt. Ziel des Treffens war es, mögliche gemeinsame Werbe- und Vermarktungsstrategien für die zahlreichen moortouristischen Angebote in den einzelnen Gemeinden zu erörtern.
Keine Region in Deutschland und Europa kann eine so große Vielfalt von Moorlandschaften aufweisen wie die Diepholzer Moorniederung. Mit diesem Pfund wollen die Kommunen in Zukunft noch mehr wuchern, als sie es in der Vergangenheit schon getan haben. Vor allem seitens der Bürgermeister wurde die Bedeutung des Moortourismus für die Region unterstrichen.
Goldenstedts Bürgermeister Willibald Meyer machte in seiner Begrüßung deutlich, dass "alle einen Nutzen davon haben, wenn es uns gelingt, möglichst viele Gäste und Besucher aus den städtischen Ballungsräumen in die Diepholzer Moorniederung zu locken. Unsere Tourismuseinrichtungen und auch unsere gastronomischen Betriebe sind für jeden zusätzlichen Euro in der Kasse dankbar." Es sei also im wörtlichen Sinne noch "Honig in der Heide".
Moortourismus soll ein weiteres wichtiges Thema werden
Ein von Bettina Honemann (Regionalmanagerin mehrerer ILEK-Gemeinden in der Diepholzer Moorniederung) erstelltes Arbeitspapier weist aus, dass es in den Gemeinden der Diepholzer Moorniederung zahlreiche moortouristische Einrichtungen und Angebote gibt, die miteinander vernetzt und gemeinsam beworben werden sollen. Das gilt vor allem für die Moorbahnstandorte in Freistatt, Goldenstedt, Barnstorf, Wagenfeld und Uchte.
Walter Tödtemann von der Dümmerweserland-Touristik wies darauf hin, dass neben den bisherigen drei Themen "Radfahren - Wassersport - Reiten" als weiterer Schwerpunkt der Moortourismus hinzukommen könne. Allerdings seien enorme Kraftanstrengungen notwendig, wenn man mit der Lüneburger Heide oder dem Teufelsmoor mitziehen wolle. Dies wünscht sich Wilhelm Falldorf, Bürgermeister aus Wagenfeld und Initiator der konzertierten Aktion.
Kranichtage: 24. und 25. Oktober
Als konkretes Ergebnis beschloss die Versammlung die Erstellung eines Medienpaketes für die moortouristischen Angebote in der Region. Eine neunköpfige Arbeitsgruppe unter der Leitung von Bettina Honemann soll die "Highlights" zusammenstellen.
Die Gemeinden, die bisher ihre moortouristischen Angebote noch nicht benannt haben, können dies bis zum 15. Februar bei der Geschäftsstelle der "Dümmerweserland-Touristik" in Diepholz nachholen. Außerdem wurde für den 12. und 13. September an allen Moorbahnstandorten in der Diepholzer Moorniederung ein Feldbahntreffen vereinbart. Die Organisation dafür hat Hans-Hermann Reinkemeyer aus Uchte übernommen.
Meyer: Über allen Überlegungen muss der Schutz der Moore stehen
Weiter sollen in der ganzen Region am 24. und 25. Oktober Kranichtage durchgeführt werden. Hier soll an die Veranstaltungen der letzten Jahre im Naturschutz- und Informationszentrum Goldenstedter Moor angeknüpft werden. Auch will man sich an den künftigen Moorschnuckenwochen Anfang Oktober stärker beteiligen.
Kirchdorfs Bürgermeister Heinrich Kammacher sprach sich dafür aus, auch die gastronomischen Betriebe bei den Werbemaßnahmen mit ins Boot zu holen, "denn die profitieren von unseren Bemühungen am meisten". Am Schluss der Veranstaltung erklärte Willibald Meyer: "Über allen touristischen Überlegungen muss aber der Schutz der Moore für die Nachwelt stehen."

