Das NIZ ist ausgewählter Ort

Hiesige Moorleiche in der ARD

Das SWR-Team filmt die Moorbahn... Das SWR-Team filmt die Moorbahn... (weitere 2 Bilder in der Galerie)

Die Wetterbedingungen sind nicht die besten, als das Team des Südwestrundfunks (SWR) in das NIZ kommt, um dort einen Beitrag für das ARD-Buffet zu drehen. Seit Tagen hatte es geregnet, die Wege ins Moor sind verschlammt, die Gleise der Moorbahn oft nicht zu sehen. Am Tag des Drehs wechseln Sonne und Regenschauer sich ab. Mal ist es hell und freundlich, dann wieder ziehen dunkle Wolken auf und schicken Regen wie Bindfäden zur Erde. Schwierig, bei solch einem Wetter wie geplant zu filmen.

Aber andererseits bekommen die Journalisten so einen besseren Eindruck, was für eine unwirtliche Gegend das Moor in früheren Zeiten war. Und es geht ihnen um einen Blick in die Vergangenheit des Goldenstedter Moores.

Genauer: Es geht um die Geschichte von Jan Spieker. Der versank 1828 im Moor. Seine Leiche konnte in dem sumpfigen Gebiet nicht geborgen werden. Erst 150 Jahre später gelang es, seine Überreste auszugraben: Eine Jacke, ein Knopf, ein paar Münzen und sein Gebetbuch.

Jetzt fährt das SWR-Team mit dem Goldenstedter Kinderchor per Bahn ins Moor. Unter der Leitung von Holger Schlömer erzählen die Kinder in einem Lied die grausige Geschichte Jan Spiekers, dessen Jacke im Moortunnel ausgestellt ist. Komponiert wurde das Stück von dem Goldenstedter Sänger Franz Behring. Dann berichtet auch Willibald Meyer, Goldenstedter Bürgermeister und Vorsitzender des Fördervereins Goldenstedter Moor, vom Ende des Jan Spieker. Meyer trägt dabei zeitgenössische Kleidung und Holzschuhe - er stellt den Unglücksraben dar.

TV-Autor Daniel Richter und Moderator Bernd Schröder sind zufrieden, als alles im Kasten ist. Das Goldenstedter Moor war die letzte Station, nachdem sie innerhalb von zwei Tagen an an vier anderen Standorten im Landkreis Vechta gedreht hatten.

Der Beitrag über das Moor wird am 26. November in der Sendung ARD-Buffet (12:15 bis 13 Uhr) gezeigt. Die anderen Stücke aus Vechta werden an den vier darauf folgenden Tagen gesendet.

Das Interesse des TV-Teams an dem Schicksal Jan Spiekers hat Meyer, Schlömer und Behring auf eine neue Idee gebracht: Sie wollen dazu jetzt ein Musical schreiben. An der Story basteln sie bereits.