Scheinbar unendliche Moore
Während eines Kurzbesuches in den baltischen Ländern Lettland und Estland informierte sich Goldenstedts Bürgermeister Willibald Meyer, der auch Vorsitzender des Fördervereins "Goldenstedter Moor" ist, über die Situation der dortigen Torfwirtschaft, die enge Beziehungen zu hiesigen Firmen unterhält.
"Die Moore scheinen im Baltikum unendlich zu sein", berichtet Meyer. Noch aus Zeiten der Sowjetunion bestehen Abtorfungsgenehmigungen, die sich gerade einmal auf fünf Prozent der ganzen Moorflächen beziehen. Die "restlichen" 95 Prozent sollen im natürlichen Zustand bleiben.
Meyer: Anderer Stellenwert für Moorschutz
Für Meyer steht fest, dass die Fragen des Moor- und Landschaftsschutzes im Baltikum einen anderen Stellenwert haben als in Norddeutschland, wo es natürliche Moorflächen nur noch in einem sehr geringen Umfang gibt.
Er hält einen Gedanken- und Informationsaustausch auf europäischer Ebene über die Nutzung und Zukunft der Moore für unerlässlich. Als Tagungsort empfehle sich Goldenstedt mit dem NIZ.

