Das NIZ ist ausgewählter Ort

Schutzgebiet für Rassebienen

Imkerverein Vechta eröffnet erste Landbelegstelle für Bienen im Goldenstedter Moor

Beim Naturschutz-und Informationszentrum (NIZ) wurde jetzt die erste Landbelegstelle für Bienen des Imkervereins Vechta eröffnet. Andreas Richter, Vorsitzender des Imkerverein Vechta, betonte, dass die hiesigen Imker nur dann möglichst sanftmütige und leistungsfähige Bienen züchten könnten, wenn auch eine eigene Landbelegstelle im Kreis existiere.

Nur dann könne die Überwachung der Paarung von Königinnen und Drohnen der Rasse Carnica, der Zuchtlinie des Imkerverbandes Vechta, gesichert werden. Umso erfreulicher sei es, dass das Veterinäramt Vechta die Landbelegstelle genehmigt und einen Schutzradius von drei Kilometern rund um die Belegstelle ausgewiesen habe. Dies sei wichtig, da die Bienenzucht erhebliche Schwierigkeiten bereite.

Honigbienen wichtig für Kultur- aber auch Wildpflanzen

Eine Königin paar sich am Anfang ihres Lebens auf ihren Hochzeitsflügen mit bis zu 25 Drohnen. Sind andere Bienenrassen in der Nähe, sei die Zuchtlinie nicht mehr rein. Laut Tierzuchtgesetz sei vorgeschrieben, dass innerhalb des Schutzradius der Landbelegstelle keine anderen Bienenrassen gehalten oder dorthin verbracht werden dürfen, so Richter.

Der Vorsitzende betonte, dass Imker den Natur-und Landschaftsschutz fördern, indem sie sich für die flächendeckende Verbreitung der Honigbiene einsetzen. Die Versorgung der Landschaft mit Bienenvölkern trage maßgeblich zur Bestäubung der Wild- und Kulturpflanzen bei. Ein besonderer Dank ging an Bernhard Wübbeler, der dem Imkerverein die Fläche für die Landbelegstelle verpachtet hat.