Tourismus: Moor-Einrichtungen sollen stärker vernetzt werden
Die Teilnehmer im NIZ. Erste Reihe: Bürgermeister Lübbers, Falldorf, Schmale, Kruse, Götz und Meyer.
Die Strecke zwischen Barnstorf und Goldenstedt wurde mit Jan Spieker zurückgelegt.
(weitere 2 Bilder in der Galerie)
Kaum eine Region in Deutschland ist so reich an Moorflächen wie die Diepholzer Moordniederung, die den gesamten Kreis Diepholz und einige Teile der Kreise Vechta und Nienburg umfasst. Nun wollen einige Kommunen ihre Anstrengungen für den Moor-Tourismus stärker vernetzen.
Am vergangenen Freitag (14. November) besichtigten 22 Vertreter der Kommunen Barnstorf, Goldenstedt, Diepholz, Freistatt, Steyerberg, Wagenfeld und Uchte Einrichtungen und Aktivitäten in den Mooren der Region. Zu der eintägigen Tour hatte der Wagenfelder Bürgermeister Wilhelm Falldorf eingeladen.
Moor-Tourismus in Goldenstedt am fortschrittlichsten
Dabei wurde deutlich, dass das Naturschutz- und Informationszentrum den Moor-Tourismus am weitesten entwickelt hat. Andreas Götz, Bürgermeister aus Steyerberg, bezeichnete die hier praktizierte Integration von Moorschutz und Tourismus als gelungen und beispielhaft. Die Zusammenarbeit mit dem Umwelt-Erlebnis-Zentrum in Barnstorf sei durchaus ein Modell für die angestrebte Vernetzung der touristischen Angebote in den Mooren in der Region. Der Bürgermeister der Samtgemeinde Barnstorf, Jürgen Lübbers, will die Jan-Spieker-Bahn weiter ausbauen.
Der stellvertretende Bürgermeister aus Freistatt, Frank Kruse, sprach sich dafür aus, dass sich jede Gemeinde auf ihre besonderen Highlights konzentrieren solle. In der Vielfalt der Angebote liege die Stärke der Diepholzer Moorniederung, deren Moor- und Heideflächen durchaus die Lüneburger Heide in den Schatten stellten.
Meyer: Gemeinden sollen ihre Moorzentren stärker vernetzen
Goldenstedts Bürgermeister Willibald Meyer konnte anhand der jährlichen Besucherzahlen belegen, dass sich das NIZ als „Fenster zur Diepholzer Moorniederung“ bei Tagestouristen zunehmender Beliebtheit erfreue. Für einen mehrtätigen Aufenthalt in der Region könnten die Gäste aber nur gewonnen werden, wenn die Gemeinden in einer gemeinsamen Marketingstrategie die verschiedenen Moorzentren miteinander vernetzen.
Bei der Abschlussbesprechung in Essern stellte Reinhard Schmale, Bürgermeister der Samtgemeinde Uchte, fest: "Kein Moor sieht aus wie das andere. Deshalb sind die besichtigten Mooreinrichtungen in den Gemeinden sehr verschieden und ergänzen sich in hervorragender Weise. Von der beabsichtigten Vernetzung wird die ganze Diepholzer Moorniederung profitieren." Diese Einschätzung wurde von allen Teilnehmern der interessanten Besichtigungsfahrt geteilt, dessen Initiator, Wilhelm Falldorf, weitere Zusammenkünfte im kommenden Jahr anregte.

