Umweltschutz: NIZ Vorbild für China
Chinesische Ingenieure und Behördenvertreter informieren sich über Kleinkläranlagen Auch in China spielt der Umweltschutz eine immer wichtigere Rolle. Eine Delegation aus China war jetzt in Goldenstedt, um sich hier über Kleinkläranlagen zu informieren. Die Ingenieure und Behördenvertreter aus den Kleinstädten Cixi und Ningbo (ostchinesische Provinz Zhejiang) legten bei einer Reise quer durch Deutschland einen Stopp im NIZ. Dort nutzten sie die Möglichkeit, sich eine Wurzelraumkläranlage anzuschauen.
Der Wasserbauer Jürgen Scheele (auf dem Foto links) erklärte den Gästen die Wirkungsweise der biologischen Kleinkläranlage. Vor allem das Aquamax-System, dass es erlaubt, zwischen vier bis über 50 Haushalte anzuschließen, stieß auf großes Interesse. Besonders, da es sowohl für Neubauten als auch für die Nachrüstung geeignet ist. Die Anlage funktioniert ohne Pumpen und ist wartungsfrei.
Scheele erklärte auch die Funktion von Pflanzenfiltern. Dass das Wasser im Ergebnis wirklich sauber ist, zeigte Scheele den beeindruckten Gästen mit Wasserproben.
Auch Bürgermeister Willibald Meyer (zweiter von links), der ebenfalls Vorsitzender des Fördervereins Goldenstedter Moor ist, begrüßte die Gäste. Er nutzte die Gelegenheit, die Gemeinde und das NIZ vorzustellen. Dabei zeigte sich, dass auch in China zunehmend verbliebene Moorflächen unter Schutz gestellt werden und frühere Flächen renaturiert werden sollen. Angesichts der Erfahrungen der Gemeinde Goldenstedt auf diesem Gebiet bot Meyer eine Kooperation an, soweit das angesichts der Entfernungen möglich sei.

